Verbraucherschutz warnt: So gefährlich ist Kochen im Geschirrspüler

Ein neuer Foodtrend kursiert durchs Netz: Kochen im Geschirrspüler sei gesünder, umweltschonender und völlig angesagt. Doch nun warnen Verbraucherschützer vor dieser Garmethode.

Kochen in der Spülmaschine ist nicht ganz ungefährlich. Bild: Fotolia / Andrey Popov

Bei manchen Trends fragt man sich unweigerlich, ob es sich dabei um einen schlechten Scherz handelt. Blogger erklären nun das Kochen im Geschirrspüler zum Trend. Und damit nicht genug: Selbst Spitzenköche und Kochbuchverlage springen auf den Foodtrend auf. Doch nun warnen Verbraucherschützer vor der vermeintlich gesunden "Küche".

Kochen in der Spülmaschine? Finger weg!

Wer im Geschirrspüler kochen will, muss die Speisen luftdicht in Alufolie wickeln oder in einen Bratschlauch packen. Das Garen funktioniert ähnlich wie bei einem Dampfgarer. Die Vorteiler liegen laut Trendanhängern vor allem in der schonenden Zubereitung der Speisen. Fisch und Fleisch bleibt saftiger. Außerdem sei das Kochen in der Spülmaschine gut für die Umwelt.

"Es gibt viele Möglichkeiten, im Haushalt Energie zu sparen und sein Essen nährwertschonend und sicher zuzubereiten. Aber das Garen im Geschirrspüler ist der falsche Weg", sagt Verbraucherschützerin Gudrun Köster. Das Garen in der Geschirrspülmaschine birgt nämlich Gesundheitsgefahren. "Die verwendeten Materialien wie Aluminium oder Bratschläuche und –beutel sind für diesen Zweck nicht geprüft. Deshalb ist diese Methode gesundheitlich bedenklich."

Reinigungsmittel können Schadstoffe lösen

Durch die hohen Temperaturen, aggressive Reinigungsmittel und den säurehaltigen Klarspüler könnten sich Schadstoffe aus der Folie lösen und somit ins Essen gelangen. Außerdem könnte trotz aller Sorgfalt Spülwasser an die Speisen kommen.

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein wollte es genauer wissen und hat bei den Herstellern von Bratschläuchen nachgefragt. Das Ergebnis: Die Garmethode im Geschirrspüler ist riskant. Die Hersteller können nicht garantieren, dass ihre Produkte dicht halten, da sie nicht für diesen Anwendungsbereich getestet wurden.

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bua/fka/news.de

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