Neue Studie: Sind Scheidungen genetisch bedingt?

Sind Scheidungen tatsächlich genetisch bedingt? Dieser Frage ist eine US-Forscherin nun genauer nachgegangen und hat dabei Erstaunliches zutage gebracht.

Neuen Studien zufolge sollen Scheidungen genetisch bedingt sein. (Symbolbild) Bild: dpa

Sind Scheidungen tatsächlich genetisch bedingt? Mag man einer neuen Studie Glauben schenken, dann lassen sich vor allem Kinder, die aus einer geschiedenen Ehe stammen, von ihrem Partner scheiden. Bei Kindern, deren Eltern verheiratet bleiben, würden hingegen weniger Ehen geschieden. Dies geht aus einem Bericht der britischen "Daily Mail" hervor.

Forscher sich: Scheidungen sind genetisch bedingt

Die Ursache für dieses Muster sehen die Forscher vor allem in genetischen Faktoren. Die neuesten Untersuchungen könnten künftig auch Auswirkung auf die Beratung von Eheberatern oder Therapeuten haben. Die neue Studie, die in der kommenden Ausgabe der "Journal Psychological Science" erscheinen wird, wurde sowohl in den USA als auch in Schweden durchgeführt.

Für ihre Studie untersuchten die Forscher dabei die schwedischen Bevölkerungsregister und stellten fest, dass Menschen, die adoptiert wurden, ihren biologischen, aber nicht Adoptiveltern und Geschwistern in ihrem Scheidungsverhalten ähneln.

Kinder geschiedener Eltern lassen sich häufiger scheiden

Nach zahlreichen Analysen kamen die Forscher letztlich zu dem Schluss, dass die Nachkommen geschiedener Eltern, sich scheiden lassen, weil sie bereits erlebt haben, wie ihre Eltern scheiterten oder sie sich nicht mit Konflikten auseinandersetzen können. Die Tatsache, dass Scheidungen vor allem genetisch bedingt seien, soll nun auch in der Paartherapie von Nutzen sein. "Therapeuten sind nun besser in der Lage ihren Patienten zu helfen", erklärt Dr. Salvatore, die Autorin der Studie. Allerdings gibt Salvatore auch zu bedenken, dass die bisherigen Studien zum Thema Scheidung noch nicht ausreichend sind.

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 162.397 Ehen geschieden. Dies sind knapp 1.000 weniger als im Vorjahr. Dies geht aus den Daten des Statistischen Bundesamts hervor.

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sba/loc/news.de

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