08.09.2017, 12.29 Uhr

Tragischer Todesfall in China: Kaiserschnitt verweigert! Schwangere begeht Suizid

Schreckliche Schmerzen bei der Geburt trieben eine schwangere Chinesin in den Freitod. Nachdem ihr im Krankenhaus ein Kaiserschnitt verweigert wurde, stürzte sich die Frau aus dem Fenster. Noch immer sind viele Fragen offen.

In China beging eine Frau Selbstmord, nachdem ihr die Geburt per Kaiserschnitt verweigert wurde (Symbolbild). Bild: Felix Heyder/dpa

Ein tragischer Todesfall erschüttert die chinesische Stadt Yulin im Südosten des Landes. Dort stürzte sich eine Schwangere aus dem Fenster, nachdem ihr im Krankenhaus eine Geburt per Kaiserschnitt verweigert wurde. Ärzte und Angehörige geben sich gegenseitig die Schuld.

Schwangere begeht Selbstmord, weil ihr Kaiserschnitt verweigert wurde

Als die Wehen der jungen Frau einsetzten, wurde die Schwangere ins Krankenhaus gebracht. Dort stellten die Ärzte fest, dass der Kopf des Kindes für eine natürliche Geburt zu groß sei und empfahlen dem Paar deshalb einen Kaiserschnitt. Doch wie die "Daily Mail" berichtet, sieht das chinesische Gesetz die Zustimmung der Angehörigen vor, bevor die Ärzte einen medizinischen Eingriff vornehmen dürfen. Der Ehemann soll sich jedoch gegen einen Kaiserschnitt entschieden haben.

Frau stürzt sich aus dem 20. Stockwerk des Krankenhauses

In der Folge klagte die Schwangere über schreckliche Schmerzen. Wie die "Daily Mail" berichtet, soll sie ihren Mann angefleht haben, einer Entbindung per Kaiserschnitt zuzustimmen. Doch der blieb bei seiner Entscheidung. In ihrer Not wusste sich die Frau nicht anders zu helfen und sprang aus dem 20. Stock des örtlichen Krankenhaus. Sie und ihr ungeborenes Kind überlebten den Aufprall nicht.

Schwere Vorwürfe gegen Ehemann und Ärzte

Nach dem schrecklichen Vorfall stehen sowohl der Ehemann als auch das Krankenhaus in der Kritik. Der Mann weist alle Schuld von sich und behauptet, es sei die Entscheidung der Ärzte gewesen, keinen Kaiserschnitt durchzuführen. Die Mediziner verweisen im Gegenzug auf einen Vertrag, in dem die Familie sich für eine natürliche Entbindung entschieden hätte, obwohl sie über die Gefahren Bescheid wussten. Und ganz generell stellt sich die Frage, wie es der Frau in einem voll besetzten Krankenhaus gelingen konnte, unbemerkt aus dem Fenster zu springen. Der Fall soll jetzt intern untersucht werden.

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jat/loc/news.de

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