Gesundheitsmythen aufgeklärt: Vorsicht! DIESE Hausmittel machen krank statt zu helfen

Großmutter hat es schon gewusst: Doch vieles, was altbewährt ist, muss nicht wirklich helfen. Das gilt vor allem für fragwürdige Hausmittel gegen Sonnenbrand, Zecken oder Vergiftung. Einige können sogar richtig gefährlich sein!

Butter und Quark machen sich nicht nur gut in der Küche, sondern auch bei Verbrennungen, oder? Bild: Fotolia/matucha12

Nicht immer muss man wegen kleiner Wehwehchen sofort zum Arzt gehen. Bei einer Erkältung etwa sind Kräutertees schon hilfreich oder Hausmittel wie Zwiebelsaft, Kamillen-Aufgüsse oder heiße Dampfbäder. Allerdings haben auch die ihre Grenzen. Wenn Symptome mehrere Tage anhalten ohne Besserung, ist ein Gang zum Arzt unentbehrlich.

Noch fataler allerdings sind Hausmittel, die gar nicht helfen, sondern alles nur noch schlimmer machen. Hartnäckig halten sich Rezepte und Prozeduren, die Heilung versprechen, tatsächlich aber das Gegenteil bewirken und medizinisch durchaus bedenklich sind. Von diesen Hausmittel sollten sie bei folgenden Symptomen lieber die Finger lassen.

Butter und Mehl gegen Verbrennungen?

Schnell ist es beim Kochen oder Backen passiert und man hat sich verbrannt. Ein altes Hausmittel sollen beispielsweise Butter oder Mehl sein, die Linderung verschaffen. In der Küche werden die Lebensmittel zwar oft verwendet, aber auf Verbrennungen haben sie nichts zu suchen. Denn Mehl und Butter sorgen keinesfalls dafür, dass sich die Wunde abkühlt. Im Gegenteil, sie hält die Wärme zurück. Außerdem kann Mehl die Wunde verkleben, wodurch die Haut noch mehr geschädigt wird. Sinnvoller ist es, die Wunde mit kaltem oder lauwarmem Wasser abzuspülen. Bei großflächigen Verbrennungen sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen.

Ein Glas Milch bei Vergiftung?

Besteht Verdacht auf eine Vergiftung, sollten Sie keinesfalls, wie es die Oma geraten hat, zu einem Glas Milch greifen oder sich gar erbrechen. Milch wirkt nicht als Gegengift, stellt die Giftzentrale Bonn klar, kann aber die Giftaufnahme im Darm beschleunigen. Noch schlimmer ist Erbrechen, warnt die Giftzentrale. Denn das Erbrochene und mit ihm das Gift kann so in die Lunge und Atemwege gelangen.

Joghurt und Quark gegen Sonnenbrand?

Einen Sonnenbrand zu kühlen ist zwar sinnvoll, aber dafür sollten Sie nicht unbedingt zu Joghurt oder Quark greifen. Zwar sind sie angenehm frisch auf der Haut, aber die Milchprodukte enthalten keinerlei hilfreichen Inhaltsstoffe, die entzündungshemmend wirken. Schließlich ist Sonnenbrand eine Entzündung, die durch UV-Strahlung verursacht ist, und sogar eine Verbrennung zweiten Grades, wie "gesundheit.de" informiert. Bakterien in Joghurt und Quark stellen dagegen Risiken dar, da sie Infektionen der Haut verursachen können.

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Warmes Öl lindert Ohrenschmerzen?

Zu Großmutters Zeiten war es ein beliebtes Hausmittel gegen Ohrenschmerzen, heute wissen wir es besser. Denn warmes Sonnenblumen- oder Olivenöl, das in die Ohren getröpfelt wird, muss nicht zwangsläufig helfen. Immer gibt es verschiedene mögliche Ursachen, die die Ohrenschmerzen verursachen können. Neben der Verbrennungsgefahr, ist auch das Risiko recht hoch, dass das Trommelfell gereizt wird und es durch Erreger im Öl zu einer Infektion kommt.

Zecken mit Klebstoff entfernen?

Zecken sind nicht nur lästig, sondern können auch gefährliche Krankheiten übertragen, wie Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Sie mit Klebstoff aus der Haut zu lösen ist aber nicht ratsam. Wird sie damit bedeckt oder beim Versuch, sie abzumachen, gequetscht, gibt sie vermehrt Bakterien und Viren ins Blut ab. Damit steigt auch die Gefahr einer Infektion mit Borreliose oder FSME. Sicherer ist es, die Zecke mit einer Pinzette möglichst schnell zu entfernen.

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kad/sam/news.de

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