Gesundheitsmythen: DIESE Tipps im Sommer können lebensgefährlich sein

Kalte Getränke helfen gegen Schwitzen oder schneller braun werden durch Sonnenbrand? Der Sommer hat so seine ganz eigenen Mythen, die nicht nur unbedingt wahr, sondern auch lebensgefährlich sind. Wir klären fünf von ihnen auf.

Viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen ist bei Hitze unerlässlich? Bild: dpa

Wenn das Quecksilber die 30-Grad-Mark knackt, in Büro und Wohnung die Luft allmählich stickig wird und die Klamotten triefnass vom ausgiebigen Schwitzen sind, tut eine Abkühlung wohl. Doch nicht alle Möglichkeiten der Erfrischung, die sich einem bieten, sind empfehlenswert. Ein Sprung ins kalte Wasser kann tatsächlich für manche Menschen lebensgefährlich sein. Und ist es wirklich ratsam, bei steigenden Temperaturen auch mehr Wasser zu trinken?

Hinter einigen gut gemeinten Ratschlägen für den Sommer versteckt sich so manche Luftnummer und einige können sogar statt Abhilfe eine zusätzliche Belastung bedeuten. Wir haben für Sie fünf der häufigsten Gesundheitsmythen der hitzigen Jahreszeit zusammengetragen.

Kalte Getränke helfen gegen Schwitzen?

Eis ist im Sommer eine willkommene Abkühlung, warum also nicht auch kalte Getränke? Dieser Schluss liegt zwar nahe, ist tatsächlich aber ein Irrtum. Denn der Körper kühlt sich durch eiskaltes Wasser oder Limonade nicht ab, sondern sorgt dafür, dass wir noch mehr schwitzen. Denn kalte Flüssigkeit kurbelt den Stoffwechsel an. Viel sinnvoller sei es dagegen, Getränke zu sich zu nehmen, die etwa der Körpertemperatur entsprechen. Außerdem können zu kalte Getränke Magenbeschwerden verursachen, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnt.

Viel Wasser trinken hilft bei großer Hitze?

Aber Trinken ist dennoch wichtig bei heißen Temperaturen - und am besten möglichst viel, oder? Wer meint, dass man die Körperflüssigkeit, die beim Schwitzen aus allen Poren rinnt, durch jede Menge Wasser wieder ausgleichen muss, der irrt. Trinken ist wichtig, keine Frage, aber es sollten nicht mehr als drei Liter am Tag sein. Bei einer zu großen Trinkmenge kann es passieren, dass das Blut zu stark verdünnt wird, wodurch etwa Salzkonzentration und Natriummenge abnehmen und der Mineralstoffhaushalt gestört wird. Diese sogenannte Hyponatriämie oder Verdünnungshyponatriämie geht mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Desorientierung oder Muskelschwäche einher und tritt häufig bei Marathonläufern auf. Zudem werden Herz und Nieren bei zu viel Wasseraufnahme stärker belastet.

Natron hilft gegen Schweißfüße?

Schwitzen ist lästig und gerade schweißige Füße sind im Sommer äußerst unangenehm. Hier hilft allerdings keine innere, sondern eine äußere Anwendung. Denn das Wunderhausmittel Natron kann tatsächlich gegen Schweißfüße genutzt werden, da es antibakteriell wirkt. Einfach zwei bis drei Esslöffel zum Fußbad dazugeben und die Füße 20 bis 30 Minuten darin baden. Anschließend abtrocknen und fertig. Positiver Nebeneffekt: Natron hilft auch bei Fußpilz. In Schuhe gestreut, mindert es muffigen Geruch.

Schneller braun werden durch Sonnenbrand?

Nach einem Sonnenbrand wird man braun und das schneller als lange in der Sonne zu liegen? Das ist nicht nur Quatsch, sondern auch gefährlich. Denn ein Sonnenbrand ist eine akute Entzündungsreaktion der Haut, bei der sich sogar Blasen bilden können. Nicht nur, dass dabei wichtige Hautzellen zerstört werden können, mit einem Sonnenbrand geht auch ein erhöhtes Hautkrebsrisiko einher. Wie "netdoktor.de" erklärt, addieren sich die Strahlenschäden aller Sonnenbrände, die man in seinem Leben hatte. Also immer gut eincremen, die pralle Sonne meiden und nicht die Haut verbrennen.

Nasse Kleidung begünstigt eine Blasenentzündung?

Das kennt sicherlich jeder: Mama oder Oma haben nach dem Schwimmen immer darauf bestanden, die nasse Badekleidung auszuziehen, sonst drohe eine Blasenentzündung. Von der Hand zu weisen ist das medizinisch allerdings nicht. Denn wenn die nasse Kleidung am Körper trocknet, entsteht Kälte, wodurch wiederum die Abwehrkräfte im Beckenbereich reduziert werden. Dadurch können sich allerdings Bakterien schneller ausbreiten, die schließlich die Ursache für eine Harnwegsinfektion sind. Um das Risiko dafür nicht nach oben zu treiben, ist es ratsam, die nassen Badesachen einfach gegen trockene Kleidung zu tauschen.

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Mythos oder Wahrheit?
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kad/loc/news.de

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