Hantavirus 2017: Hantavirus auf dem Vormarsch! So schützen Sie sich

Das Hantavirus ist in einigen Regionen des Landes derzeit sehr aktiv. Es gibt wesentlich mehr Erkrankungen als im Vorjahr. Menschen können sich über die Atemwege infizieren. Wie Sie sich schützen können, lesen Sie hier.

Der Hantavirus breitet sich aus: Experten prognostizieren für 2017 mehr als 2440 Infektionsfälle. Bild: Angelika Warmuth/dpa

In Teilen Deutschlands ist das Hantavirus zurzeit sehr aktiv. In Baden-Württemberg wurden dem Landesgesundheitsamt seit Jahresbeginn bereits 108 Fälle gemeldet. 2016 habe es dort insgesamt nur 84 Erkrankungen gegeben.

Hantavirus 2017: Zahl der Erkrankungen nimmt zu

Auch bundesweit haben die Erkrankungen im Vergleich zum Vorjahr zugenommen: Dem Robert Koch-Institut (RKI) seien bis Mitte März 136 Fälle gemeldet worden - deutlich mehr als im vergangenenJahr mit 38 Fällen.

Allerdings schwankten die Zahlen von Jahr zu Jahr erheblich, sagte eine Sprecherin des RKI. Und 2016 sei ein Jahr mit sehr geringen Fallzahlen gewesen: Nur 282 Menschen seien damals erkrankt, 2012 seien es 2825 gewesen.

"Erhöhte Hantavirus-Aktivität"

Für Baden-Württemberg rechnen Experten derzeit mit mehr als 2440 Erkrankungen im Jahr 2017. "Die aktuellen Fallzahlen sprechen für eine erhöhte Hantavirus-Aktivität", sagte eine Sprecherin desLandesgesundheitsamtes. Im bundesweiten Vergleich gehört Baden-Württemberg nach RKI-Angaben zu den Ländern mit den meisten Fallzahlen.

Virus von Rötelmaus und anderen Nagern übertragen

Grund für die hohen Zahlen sei der gute Ertrag der Buchen in den Wäldern im vergangenen Jahr. Dadurch habe es viele Bucheckern gegeben, die vor allem der Rötelmaus als Nahrung dienten. Die Rötelmäuse und andere Nagetiere übertragen das Hantavirus.

Hantavirus-Symptome

Beim Menschen verursacht eine Infektion nach RKI-Angaben eine grippeähnliche Krankheit mit Fieber, Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. Auch Blutdruckabfall und Nierenfunktionsstörungen bis zum -versagen können folgen.

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