17.01.2017, 12.53 Uhr

Kamillente im Test bei Stiftung Warentest 2017: Achtung! Dieser Tee ist mit Schadstoffen belastet

Die Stiftung Warentest hat Kamillentee getestet und warnt sogar davor, eine bestimmte Sorte zu trinken. Bei einem Test wurden hohe Werte von Pyrrolizidinalkaloiden festgestellt. Diese Schadstoffe sind krebserregend und erbgutschädigend.

Der Kamillentee von Kusmi Tea ist mit Schadstoffen belastet. Bild: Michael Reichel / picture alliance / dpa

Bei einem Kamillentee-Test der Stiftung Warentest wurden in einer Charge äußerst gesundheitsschädliche Stoffe festgestellt.

Stiftung Warentest 2017: Schadstoffe in Kamillentee von Kusmi Tea gefunden

In einer Charge des Kamillentees von Kusmi Tea wurden krebserregende Pyrrolizidinalkaloiden festgestellt. Es handelt sich um die Teebeutel mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum 10/2019 mit der Chargennummer LOT 161031. Kusmi Tea verkauft den Kamillentee online für 11,40 Euro für 20 Teebeutel.

Krebserregender Kamillentee

Die Schadstoffe wurden im Rahmen eines Tests der Stiftung Warentest für Kräutertees festgestellt. Daraufhin wurden die gefährlichen Inhalte weiter untersucht und besorgniserregende Ergebnisse ermittelt. In Tierversuchen sollen die Gifte als krebserregend und erbgutschädigend erkannt worden sein.

Kusmi Tea sieht keinen Handlungsbedarf

Die Stiftung Warentest kontaktierte die betreffende Firma mit Hauptsitz in Paris. Der deutsche Vertrieb im baden-württembergischen Kehl jedoch hält die gefundene Schadstoffmenge für absolut unbedenklich. Bei zu hohen Werten müsse nun die Lebensmittelaufsicht reagieren und das Produkt vom Markt nehmen.

VIDEO: Schadstoffbelasteter Kamillentee
Video: Dreipunkt

Kräutertees müssen stärker überwacht werden

Bereits seit einigen Jahren ist das Bundesinstitut für Risikobewertung immer wieder damit beschäftigt, die Anbieter von Kräutertees hinsichtlich der Schadstoffbelastung zu sensibilisieren. Diese sollen verstärkt auf Anbau und Ernte der Teepflanzen achten. Belastete Pflanzen sollten vor der Verarbeitung aussortiert werden.

Pyrrolizidinalkaloiden zum Schutz der Pflanzen

Pyrrolizidinalkaloiden sind in einer geringen Prozentzahl Blütenpflanzen enthalten und dienen zum Schutz der Pflanzen gegen den Verbiss von Tieren. Einige Pyrrolizidinalkaloiden haben beim Menschen eine leberschädigende Wirkungen. Nimmt der Körper sie über einen langen Zeitraum auf, kann Leberkrebs entstehen.

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koj/sam/news.de

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