29.11.2016, 12.23 Uhr

Die Krätze in Deutschland 2016: Wen juckt es? Hautkrankheit wieder auf dem Vormarsch

Hausärzte schlagen Alarm: Lange Zeit galt sie als ausgestorben, jetzt ist sie erneut auf dem Vormarsch in Deutschland - die Krätze. Besonders schlimm ist es in Nordrhein-Westfalen.

Krätze galt lange Zeit als ausgestorben. Nun soll sie wieder vermehrt in NRW auftreten. Bild: dpa

War Krätze bis vor wenigen Jahren kaum noch verbreitet, melden nun immer mehr Hausärzte eine zunehmende Zahl von Krätze-Patienten. Das bestätigte auch der Berufsverband der deutschen Dermatologen. Genaue Zahlen, die einen bundesweiten Anstieg beweisen, gäbe es aktuell aber nicht, berichtet "welt.de".

Krätze in Deutschland 2016: Krankheit breitet sich aus

Besonders in und um Aachen seien jede Menge Neuerkrankungen gemeldet worden. In nur drei Jahren sei die Zahl der Erkrankten von 11 (2013) auf 316 (November 2016) angestiegen. "Es gibt keine Erklärung für diesen Anstieg", sagte der Sprecher der Städteregion, Detlef Funken, zu "welt.de". Hautärzte in Krefeld sollen bereits im Frühjahr von ansteigenden Patientenzahlen berichtet haben. Euskirchen, Köln und Düsseldorf sollen ebenfalls mehr Fälle von Krätze gemeldet haben.

Krätze 2016: Krankheit, Symptome, Übertragung, Infektion

Nach Angabe von Experten soll die Ursache von Krätze in winzigen Parasiten liegen. Die sogenannten Krätzmilben graben sich unter die Haut und legen dort ihre Eier ab, was zu starkem Juckreiz führt. Übertragen werden sie durch Hautkontakt. Besonders betroffen sind Menschen mit trockener Haut.

Enge Räume mit vielen Personen würden das Infektionsrisiko steigern, warnt Bernhard Korge, Dermatologe und Lehrbeauftragte der Uni Köln. Neben Kindergärten und Schulen seien außerdem auch Hotelbetten, Altenheime und Krankenhäuser betroffen.

Krätze Diagnose: Behandlung der Hautkrankheit

Sollten Sie von der juckenden Hautkrankheit betroffen sein, sollten Sie penibel darauf achten, Kleidung und Handtücher täglich zu wechseln und bei mindestens 60 Grad zu waschen. Dinge, die Sie nicht waschen können müssen für mindesten sieben Tage luftdicht in Folie verpackt werden. Polster, Matratzen und Möbel müssen jeden Tag mit dem Staubsauger behandelt werden. Vermeiden Sie außerdem unbedingt den Hautkontakt zu anderen Menschen.

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grm/lid/news.de

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