Eisenmangel - was tun?: Tipps, Symptome und eisenhaltige Lebensmittel

Eisen kann der Körper nicht selbst produzieren. Er braucht es aber für den reibungslosen Sauerstofftransport im Körper. Darum raten Experten zu einer ausgewogenen, vielseitigen Ernährung.

Eine ausgewogene Ernährung ist die beste Vorbeugung gegen Eisenmangel. Neben Hülsenfrüchten ist auch Fleisch eine wichtige Eisenquelle. Bild: Andrea Warnecke/dpa

Müdigkeit, Schwindel und Haarausfall sind mögliche Symptome für Eisenmangel. Davor kann eine ausgewogene, vielseitige Ernährung schützen, erklärt Studienarzt Stefan Kabisch vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung. Worauf Menschen mit Eisenmangel achten sollten, erläutert er im Interview mit dem dpa-Themendienst.

Wie kann ich Eisenmangel mit der Ernährung ausgleichen?

Wichtig sind eisenhaltige Lebensmittel, die besten Quellen sind Fleischprodukte und Hülsenfrüchte. Pflanzliches Eisen steht ansonsten oft nicht in so großer Menge zur Verfügung und wird etwas schlechter in den Körper aufgenommen. Eisenquellen sollten idealerweise mit Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln kombiniert werden, also Zitronensaft aufs Schnitzel oder Salat zum Steak. Schwarztee und Kaffee sollten hingegen nur mit zeitlichem Abstand getrunken werden. Zudem gibt es Medikamente, die die Eisenversorgung stören: Acetylsalicylsäure, Magensäureblocker oder Calcium- und Magnesiumpräparate. Das sollte man mit dem behandelnden Arzt besprechen.

Eisenhaltige Lebensmittel

  • Leber
  • Sesam
  • Hülsenfrüchte (Erbsen, weiße Bohnen)
  • Quinoa, Amaranth
  • Pistazien
  • Eigelb
  • Pfifferlinge

Wie lässt sich Eisenmangel erkennen?

Eisenmangel kann ohne Symptome auftreten. Typische Beschwerden, wenn vorhanden, sind allgemeine Symptome wie Leistungsmangel bis zur Belastungsluftnot, Schwindel, Konzentrationsschwäche und Müdigkeit. Spezifischer sind auffallende Blässe von Haut und Schleimhäuten, Wachstumsstörungen der Nägel, Haarausfall sowie gereizte, entzündete Mundwinkel.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Jeder Eisenmangel gehört abgeklärt, auch wenn oftmals keine schwere bedrohliche Erkrankung zugrundeliegt. Die Ursachen reichen von unzureichender Eisenversorgung durch Ernährungsweise, hohem Eisenverbrauch, beispielsweise durch schwere Infekte, bis hin zu starken Eisenverlusten durch Blutungen. Nur mit ärztlicher Betreuung kann die Ursache gefunden und behoben werden.

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sam/news.de/dpa

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