Frauen frieren schneller: Mythos oder Wahrheit? Frauen sind kälteempfindlicher als Männer

Sobald im Herbst die Temperaturen nach unten gehen, helfen nur noch Wollhandschuhe, Schal und warme Gedanken gegen Kälte. Vor allem Frauen sieht man dick eingemummelt, immerhin frieren sie schneller als Männer. Oder etwa nicht?

Frauen müssen sich stärker vor Kälte schützen. Bild: dpa

Dass sich Frauen bei niedrigen Temperaturen viel mehr einmummeln und im Büro auch das Fenster schneller wieder schließen als Männer ist eine alltägliche Beobachtung. Dann heißt es: Frauen frieren schneller. Das ist aber eben nicht nur ein Mythos, der sich hartnäckig hält, sondern Tatsache, die medizinisch belegt ist.

Vielfältige Ursachen - Darum frieren Frauen schneller

Es gibt sogar gleich mehrere Ursachen und Faktoren, die dafür sorgen, dass Frauen schneller frieren als Männer. In erster Linie ist der Hormonhaushalt verantwortlich, genauer gesagt das weibliche Hormon Östrogen. Es sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße weiten. Dadurch wird zwar die Durchblutung erhöht, wie "wissenschaft.de" erklärt. Aber ebenso sorgt dies dafür, dass Wärme in stärkerem Maße an die Umwelt abgegeben wird.

Eine weitere wichtige Rolle spielt die Körperzusammensetzung. Bei Männern macht Muskelmasse 40 Prozent des Körpers aus, bei Frauen lediglich 25 Prozent. Muskeln aber sind "metabolisch aktive Körpermasse", heißt es auf "gesundheit.de". Im Gegensatz zu Fettgewebe, isolieren Muskeln nicht vor Kälte, sondern erzeugen durch ihre starke Durchblutung selbst permanent Wärme. Für den gesteigertern Muskelaufbau bei Männern sorgt das Hormon Testosteron, das bei Frauen nur in geringer Konzentration vorkommt.

Frauen frieren schneller als Männer, weil sie dünnhäutiger sind?

Damit aber noch längst nicht genug. Frauen sind im wahrsten Sinne des Wortes dünnhäutiger als Männer und frieren deshalb auch schneller. Denn bei Männern ist die Oberhaut zu 15 Prozent dicker. Nachteil für die Frauen: Auch über die dünnere Haut wird Wärme schneller abgegeben und das Kälteempfinden steigt. Wer darüber hinaus ein dünneres Unterhautfettgewebe hat, friert laut "Onmeda" ebenfalls schneller - unabhängig vom Geschlecht.

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kad/sam/news.de

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