29.09.2016, 13.06 Uhr

Ökotest Oktober 2016: So vergiftet sind die Reiswaffeln wirklich

Bereits vor vier Jahren hat Ökotest Reiswaffeln genauer unter die Lupe genommen. Bereits damals stellten Experten extrem hohe Arsenwerte fest. Nun hat Ökotest noch einmal getestet. Das Ergebnis: Noch immer lauert giftiges Arsen in dem Snack.

Noch immer steckt in vielen Reiswaffeln giftiges Arsen. Bild: dpa

Bereits im Juli 2015 warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung vor giftigem Arsen in Reiswaffeln. Geändert hat sich offenbar nichts, denn Ökotest entdeckte Erschreckendes. Bereist vor vier Jahren hat Ökotest krebserregendes Arsen in dem beliebten Kindersnack gefunden. Die Hersteller haben jedoch anscheinend nichts geändert. Denn mehr als die Hälfte der 19 getesteten Produkte rasseln mit einem "ungenügend" durch den Test.

Reiswaffeln im Ökotest 2016! Diese Produkte enthalten giftiges Arsen

In drei Produkten wurde sogar so viel Arsen nachgewiesen, dass bereits die geltenden EU-Grenzwerte deutlich überschritten wurden. Doch Arsen ist nicht der einzige Schadstoff, der in den gepufften Waffeln lauert. In einigen Marken verstecken sich Stoffe wie Acrylamid oder Mineralöl. Lecker ist eindeutig anders. Doch dass es auch anders geht, beweist ein Produkt im Test, das mit "sehr gut" abgeschnitten hat.

Zwar kamen nur Bio-Produkte auf die höchsten Bewertungen, dennoch schnitten einige Hersteller im Test negativ ab. Alnatura, Byodo, Dennree sowie Rewe/Penny erhielten trotz Bio-Siegel schlechte Noten.

Das sind die Reiswaffel-Testsieger

Testsieger ist erneut Hipp. Der Hersteller konnte in den Kinder-Reiswaffeln den Acrylamidwert senken.

Befriedigend

  • Babydream Bio Mini-Reiswaffeln von Rossmann
  • Bio Zentrale Reiswaffeln Natur
  • dm Bio Reiswaffeln
  • Edeka Bio Reiswaffeln mit Meersalz

Wie kommt das Arsen in die Reiswaffeln?

In Bangladesh, einem Hauptexporteur für Reis, ist das Wasser extrem mit Arsen verseucht. Nicht nur Tausende Menschen nehmen es tagtäglich auf, sondern auch auf die Reiswaffeln gelangt das Gift. Über die Wurzel nimmt die Pflanze das Arsen auf und lagert es in den Körnern. Jedoch ist der Arsen-Gehalt in Reiswaffeln höher als im Ausgangsprodukt. Der Grund: Durch die Hitze beim Backvorgang konzentriert sich das Arsen offenbar.

Vergiftete Reiswaffeln als Thema im ZDF

In der ZDF-Dokumentation "planet e." zeigen die Filmemacher Andreas Ewels und Norbert Porta am 02.10.2016 ab 16.30 Uhr im ZDF, wie das giftige Arsen in den Reis gelangt. Zuvor widmet sich die Sendung "Volle Kanne" bereits am Freitag (30.09.2016) ab 9.05 Uhr den Testergebnissen von Ökotest.

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bua/sam/news.de

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