Restless Legs Syndrom (RLS): Was tun gegen Kribbeln und Schmerzen in den Beinen?

Das Restless Legs Syndrom, kurz RLS, ist eine neurologische Erkrankung, die Betroffenen das Leben zur Qual macht. Doch wie entsteht diese Krankheit, die die Beine "ruhelos" macht, und welche Therapien helfen? Kompetente Hilfe für Betroffene und Interessierte bietet eine neue Ausgabe des Lesertelefons am 22. September - diesmal direkt vom Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.

Alptraum Restless Legs Syndrom: Gegen das fiese Kribbeln und Stechen in den Gliedmaßen hilft nur Bewegung der Beine - doch viele Betroffene fühlen sich ausgelaugt und leiden unter Schlafmangel. Bild: UCB Pharma / pr|nrw

Das Restless Legs Syndrom als Horror-Krankheit

Das Restless Legs Syndrom, oft als RLS abgekürzt, ist eine Krankheit, die man Betroffenen nicht auf den ersten Blick ansieht - und doch macht das neurologische Krankheitsbild den Patienten das Leben zur Hölle. Bis zu zehn Prozent der Bevölkerung kennen das Dilemma: Sobald die Beine nach einem anstrengenden Tag in Ruheposition gebracht werden, macht sich nicht etwa Entspannung in de Muskeln breit, sondern es treten stechende Schmerzen, Muskelzuckungen oder ein störendes Kribbeln auf. Um die Symptome zu lindern, ist Bewegung der Beine oft die einzige Option.

Häufige neurologische Erkrankung: RLS kann jung und alt treffen

Dass es sich bei dieser Symptomatik um eine behandlungswürdige Erkrankung handelt, ist vielen Betroffenen oftmals nicht klar - dabei zählt das Restless Legs Syndrom zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen in Europa. Zudem kann das Restless Legs Syndrom in jedem Alter auftreten - bis zu 20 Prozent der RLS-Patienten leiden bereits seit dem Kindes- beziehungsweise Jugendalter an der neurologischen Erkrankung.

FOTOS: Gegen Krampfadern Endlich schöne Beine
zurück Weiter Krampfadern (Foto) Foto: flickr/thomas pix/creative commons license Kamera

Das Restless Legs Syndrom in den Griff zu bekommen - kann funktionieren - hier gibt ein Betroffener Ratschläge.

Manche Betroffene können die Beschwerden ohne medikamentöse Behandlung aushalten, doch rund zwei Prozent der RLS-Patienten sind auf Medikamente angewiesen, um sich ein Stück Lebensqualität zu erhalten. Schlafmangel, belastende Erschöpfungsgefühle und eingeschränkte Leistungsfähigkeit sind nur einige der Begleiterscheinungen, die RLS-Patienten das Leben schwer machen.

Den Ursachen des Restless Legs Syndrom auf der Spur

Betroffene dürfte vor allem eine Frage auf den Nägeln brennen: Wie entsteht das Restless Legs Syndrom und weshalb leide ich darunter? Die Forschung kann hier leider noch keine umfassende Antwort vorliegen - fest steht jedoch, dass einige Formen der neurologischen Erkrankung in Verbindung mit anderen Krankheitsbildern stehen.

VIDEO: Schon gewusst? Beine überkreuzen ist gefährlich
Video: ProSieben

So scheinen beispielsweise nierenkranke Patienten oder Menschen mit Eisenmangel oder Rheuma häufiger an RLS zu leiden. Doch auch bestimmte Medikamente oder Patienten, die an einer Stoffwechselstörung leiden, haben ein höheres Risiko, am Restless Legs Syndrom zu erkranken. In solchen Fällen gilt es, die Ursachen ausfindig zu machen - erfahrungsgemäß sind diese sekundären Formen von RLS mit der passenden Medikation gut in den Griff zu bekommen.

Mit der richtigen Ernährung gegen RLS - hier gibt es weiterführende Tipps.

Expertenrat zum Thema Restless Legs Syndrom live vom Neurologie-Kongress

Ist das Kribbeln in meinen Beinen wirklich das Restless Legs Syndrom? Wie kommt ein Arzt zur Diagnose RLS? Wie wird die Diagnose gestellt? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es - und wie schnell verschafft die Therapie Erleichterung? Wie gehe ich mit den RLS-Medikamenten am besten um?

Antworten auf diese und andere Fragen zum Thema Restless Legs Syndrom erhalten Sie von den Experten am Lesertelefon am Donnerstag, dem 22. September 2016, zwischen 16 und 20 Uhr. Diesmal beraten Sie die Fachleute live vom Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, der in Mannheim stattfindet. Und das sind Ihre Experten zum Thema RLS:

• Dr. med. Sven Thonke, Facharzt für Neurologie, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Hanau

• Dipl. med. Safi Hazzan; Facharzt für Neurologie, Kompetenzzentrum RLS und Beinschmerzen, Düsseldorf

• Marie-Luise Neuheuser; Deutsche Restless Legs Vereinigung e.V., RLS-Patientin und Ansprechpartnerin der RLS-Selbsthilfegruppe Alb-Donau-Kreis

All Ihre Fragen zum Thema Restless Legs Syndrom können Sie in einer neuen Ausgabe des Lesertelefons stellen - vertraulich und völlig kostenlos. Rufen Sie einfach die gebührenfreie Rufnummer0800 – 2 811 811 an - es kostet Sie keinen Cent, egal ob Sie vom Festnetzt oder vom Mobiltelefon aus anrufen.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

loc/zij/news.de/pr|nrw

Empfehlungen für den news.de-Leser