Von news.de-Volontärin - 10.05.2016, 16.09 Uhr

Zecken-Risikogebiete 2016: Impfung gegen FSME! So können Sie Zeckenbissen vorbeugen

Die Gefahr lauert auf Wiesen und sogar im eigenen Garten! Einmal festgebissen, saugen Zecken nicht nur Ihr Blut, sondern übertragen auch Borreliose und FSME. In diesen Risikogebieten ist eine Zeckenimpfung dringend erforderlich.

Vor allem der Süden Deutschlands zählt zu den FSME-Risikogebieten - das Virus wird hauptsächlich von Zecken übertragen. Bild: dpa

Die Zeckensaison geht in ihre Hochphase. Praktisch das ganz Jahr über – von Februar bis Dezember – lauert die Zecke in Wiesen und Wäldern auf einen Wirt. Wer sich in der Natur aufhält, läuft damit nicht nur Gefahr, sich einen Holzbock einzufangen, sondern auch eine Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die der Blutsauger überträgt.

Zecken vorbeugen: Vorsorge gegen Zeckenbisse

Während Sie sich gegen FSME impfen lassen können, gibt es bei der Lyme-Borreliose keinen präventiven Impfschutz. Allerdings können Sie sich mit einigen Vorsichtsmaßnahmen dagegen wappnen. Wenn Sie sich in Wald und Wiesen oder auch im eigenen Garten aufhalten, ist es beispielsweise ratsam, glatte Kleidung zu tragen. An der kann sich der Holzbock nicht so gut halten, wie "Internisten im Netz" online erklärt.

Bedecken Sie außerdem behaarte Hautpartien und suchen Sie nach Aufenthalten in der Natur ihren Körper nach Zecken ab. Vor allem an dünnen Hautstellen wie den Ohren, Achseln, dem Genitalbereich oder Rumpf, beißen sich die Blutsauger gern fest. Die Wirkung mückenabweisender Mittel ist gegen Zecken allerdings nicht bestätigt.

Auch wenn Sie sich noch so gründlich und sorgsam vor Zecken schützen, gibt es keine Garantie dafür, dass sie von ihnen verschont bleiben. Haben die lästigen Viecher einmal zugebissen, um Blut zu saugen, geben sie mit ihrem Speichel nicht nur Borreliose-Bakterien weiter, sondern auch das FSME-Virus, das ausschließlich von Zecken übertragen wird. Hat eine Zecke erst einmal zugebissen, heißt es schnell handeln.

Zecken-Risikogebiete 2016 in Deutschland, Europa und Asien

Laut "T-Online" zählen zu den FSME-Risikogebieten in Deutschland insgesamt 146 Kreise, vor allem in den südlichen Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Süd- und Mittelhessen und das südöstliche Thüringen.

Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland insgesamt 220 bekannte Fälle der Frühsommer-Meningoenzephalitis – 2014 waren es 265. Außerhalb von Deutschland besteht ein erhöhtes Risiko in Österreich, Polen, Tschechien, Norditalien, Finnland, Schweden, Dänemark, Rumänien (Siebenbürgen), Ungarn, Slowakei, Slowenien, Litauen, Lettland, Estland, Weißrussland, Russland, Nord-China, Nord-Japan und der Mongolei.

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