Spendenaufruf
Aids-Hilfe sammelt 150.000 Kondome für Migranten

Vier Kondom-Hersteller haben der Deutschen Aids-Hilfe seit Ende letzten Jahres bereits 150.000 Kondome geschenkt. Die Organisation hatte um Spenden für eine Verteilung in deutschen Flüchtlingsunterkünften gebeten. Die Aktion soll der sexuellen Aufklärung, aber auch der Vorbeugung von Geschlechtskrankheiten und HIV-Infektionen dienen.

Der deutschen Aids-Hilfe ist es mit einem Spendenaufruf gelungen, 150.000 Kondome für eine Verteilung an Flüchtlinge zu erhalten. Bild: dpa

Die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) hat nach einem Spendenaufruf Ende 2015 150.000 Kondome für eine Verteilung an Migranten geschenkt bekommen. Dies berichtet das Nachrichtenportal "krone.at".

Die DAH hatte sich mit dem Aufruf "Bitte spenden Sie Kondome für Flüchtlinge" unmittelbar an die Produzenten von Verhütungsmitteln gewandt, da ihr selbst die nötigen Gelder fehlen sollen. Bis Mitte März 2016 hätten insgesamt vier Hersteller die 150.000 Präservative zur Verfügung gestellt, die zum größten Teil auch bereits in Flüchtlingsunterkünften verteilt worden sein sollen.

Deutsche Aids-Hilfe: 150.000 Kondome für Flüchtlinge gesammelt

DAH-Vorstand Manuel Izdebski sagte laut "krone.at": "Zu einer Willkommenskultur gehört, den Menschen zu geben, was sie am dringendsten brauchen."

Die Geschäftsführerin der Aids-Hilfe, Silke Klumb, sagte dem Magazin "Vice" auf die Frage hin, wie die Aktion von den Migranten angenommen werde: "Es gibt natürlich immer welche, die schüchtern sind. Es braucht immer jemanden , der sich als Erster traut, in den Korb zu greifen. Es ist sinnvoll, dann eben nicht nur den Korb rumgehen zu lassen, sondern den auch dort stehen zu lassen. Dann hören wir im Nachhinein von den Heimleitungen oder Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, dass Menschen dann unbemerkt kommen und sich Kondome nehmen. Das funktioniert sehr gut."

Verhütung, Vorbeugung und sexuelle Aufklärung

Aber nicht nur die Verhütung sei Sinn und Zweck der Aktion: Die Helfer versprechen sich offenbar auch bessere Aufklärung und Vorbeugung gegen Geschlechtskrankheiten und Aids. Zwar seien nur wenige Flüchtlinge HIV-positiv, da sie vorwiegend aus Ländern kämen, in denen HIV wenig verbreitet sei. Mit der großen Zahl an Migranten aus unterschiedlichsten Regionen sei jedoch eine "umfangreiches und komplexes neues Aufgabengebiet entstanden", so die DAH laut "krone.at".

Da sexuelle Aufklärung in den Herkunftsländern vieler Migranten weder in der Schule noch in den Familien ein Thema ist, gibt es mit dem Online-Aufklärungsportal "Zanzu" eine weitere Initiative: Hier erfahren Menschen in 13 Sprachen alles rund um Themen wie Sexualität, Schwangerschaft und Körper.

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lid/news.de

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4 Kommentare
  • kanitvastan

    25.03.2016 12:40

    soll ich jetzt lachen oder weinen ? seit wann steht fi... auf der gleichen stufe der dringlichkeit, wie ein dach übern kopf und essen ? ein moslem läßt sich doch von einem christ nicht in die suppe spucken, geschweige denn was aufdrücken.

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  • emil75

    23.03.2016 08:26

    Wenn ein oder mehrere dieser Typen eine Frau zusammenschlagen und dann vergewaltigen, werden sie sich kaum ein Kondom überziehen. Denen dürfte auch eine Ansteckungsgefahr egal sein. In welcher Welt leben diese Spendenbetreiber eigentlich.

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  • Verstehe nichts mehr

    22.03.2016 21:31

    "Zu einer Willkommenskultur gehört, den Menschen zu geben, was sie am dringendsten brauchen." Wenn dies so wichtig ist, dann Verstehe ich die ganze Flüchtlingsthematik nicht mehr. Willkommenskultur???? am dringendsten???????

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