Lassa-Virus in Köln
So wird das gefährliche Lassa-Fieber übertragen

Der Bestatter des vor einer Woche in Köln am Lassa-Virus Gestorbenen ist ebenfalls erkrankt. Wir klären über Symptome sowie Diagnose- und Therapiemöglichkeiten der heimtückischen Fiebererkrankung auf.

Ein Oberarzt in der Sonderisolierstation in Düsseldorf. Am 12. März war hier ein Mann mit Verdacht auf Lassa-Fieber aufgenommen worden. Bild: dpa

Vor einer Woche starb in der Kölner Uniklinik ein Mann aus Togo am sogenannten Lassa-Fieber. Nun ist sein Bestatter mit der gleichen Diagnose in die Frankfurter Uniklinik eingeliefert worden und wird auf einer Isolierstation behandelt, wie "Spiegel Online" meldet. Es handele sich aller Voraussicht nach um den ersten Fall einer in Deutschland erworbenen Lassa-Virus-Infektion, dies sagte der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg dem Nachrichtenportal. In Deutschland seien bisher seit 1974 lediglich sechs eingeschleppte Lassa-Fälle bekannt gewesen.

Was ist Lassa und was richtet es im Körper an?

Doch was ist das Lassa-Fieber eigentlich? Lassa zählt wie Ebola zu den hämorrhagischen Fiebern. Das Tückische auch an dieser Ansteckung ist, dass sie selbst in der Regel ohne Symptome verläuft. Allerdings können die Erreger starke Schmerzen und im weiteren Verlauf Hautblutungen, heftigen Durchfall und Erbrechen, sowie Schockzustände auslösen, die im schlimmsten Fall zu Organversagen führen können.

In 1 bis 2 Prozent der Fälle ist die Erkrankung tödlich

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) infizieren sich jährlich etwa 100.000 bis 300.000 Menschen mit Lassa, 1 bis 2 Prozent der Erkrankten sterben an dem Fieber. Eine Impfung ist bislang nicht vorhanden, ebensowenig eine konkrete Therapie. Laut RKI müssen Infizierte schnellstmöglich isoliert, mit fiebersenkenden Mitteln behandelt und überwacht werden. Eine Diagnose ist nur in Spezialeinrichtungen möglich.

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