Krätze in Krefeld
Fälle von Krätze in Nordrhein-Westfalen nehmen zu

Hautärzte schlagen Alarm, die Krätze breitet sich in Nordrhein-Westfalen immer weiter aus. Droht Deutschland eine Epidemie?

In NRW häufen sich die Fälle von Krätze. Bild: Daniel Naupold/dpa

Hautärzte warnen in Krefeld vor der Ausbreitung der Krätze. In den vergangenen Wochen häuften sich die Fälle der hoch ansteckenden Hautkrankheit. Auch aus dem Umland werden immer mehr Infektionen gemeldet.

Krätze in Krefeld: Mehrere Erkrankte täglich

In Arztpraxen in Krefeld häufen sich die Fälle von Krätze-Infektionen. Hautärzte sprechen momentan von vier bis fünf neuen Patienten pro Tag. Obwohl die Erkrankung nicht tödlich ist, wird sie leicht von Mensch zu Mensch übertragen. Ursache sind Milben, die sich auf der Haut und in der Kleidung einnisten und einen starken Juckreiz auslösen. Durch die gereizte Haut kommt es zudem zu Hautabschürfungen und Ausschlag.

Krätze vermehrt auch im Sauerland aufgetreten

Auch im Märkischen Kreis im Sauerland werden vermehrt Krätze-Infektionen gemeldet. Das regionale Gesundheitsamt geht von fünf bis sechs Fällen pro Woche aus, meist sind Schulen und Kindergärten betroffen. Für Lüdenscheid geht der Hautarzt Jörg Bohmeyer laut "WDR" von einem neuen Patienten pro Tag aus.

Keine Meldepflicht für Krätze

Offiziell gibt es keine Meldepflicht für Krätze in Deutschland, lediglich öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser müssen den Behörden Infektionen mitteilen. Da die für Krätze verantwortlichen Milben bis zu 14 Tage außerhalb des Menschen weiterleben können, sind diese Orte besonders gefährdet.

FOTOS: Pharmaforschung Vernachlässigte Krankheiten

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jat/rut/news.de

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