Experten befürchten
"Vergessene" Krankheiten durch Flüchtlinge eingeschleppt?

Tuberkulose, Windpocken, Hepatitis B - und das hierzulande längst vergessene Läuserückfallfieber: Mancher Flüchtling kommt krank an. Doch einige Ärzte legen Merkel-Optimismus an den Tag: "Gesundheitlich schaffen wir das", heißt es.

Eine iranische Frau wird in der neuen Flüchtlingsambulanz in Leipzig (Sachsen) untersucht. Bild: Jan Woitas / dpa

Flüchtlinge kommen oft geschwächt und mit hierzulande durch Impfungen eingedämmten oder sogar ausgerotteten Krankheiten nach Deutschland. Ankömmlinge aus Syrien litten teils an Hepatitis B, da es in ihrer Heimat oft kaum Chancen auf eine Impfung gebe, berichtet der Leiter der Münchner Aids- und Hepatitis-Tage, Hans Jäger. Erst vor knapp einem Monat war ein mit Hepatitis B infizierter Flüchtling im Klinikum Ingolstadt gestorben.

Flüchtlingskrise bringt Krankheiten: "Gesundheitlich schaffen wir das"

Zu dem Münchner Kongress werden vom 11. bis 13. März rund 1.200 Fachleute erwartet. Sie befassen sich unter anderem mit den Themen lebenslange Therapie bei HIV sowie neue Therapiekonzepte bei Hepatitis C. Ein großes Thema werden dieses Jahr die Flüchtlingskrise sowie mitgebrachte Krankheiten sein.

HIV sei hier wider Erwarten kein größeres Problem. "Wir sehen weniger Patienten mit HIV, die durch die Flüchtlingssituation auf uns zukommen, als wir zunächst befürchtet haben", sagte Jäger. Das bestätigten auch bundesweite Stichproben des Robert Koch-Instituts (RKI). Der Grund: In Syrien liege die HIV-Infektionsrate in der Bevölkerung mit 0,1 Prozent ähnlich hoch wie in Deutschland, bei Hepatitis B hingegen sei sie mit 2,3 Prozent deutlich höher. Bei Menschen mit HIV sei Tuberkulose eine besondere Gefahr.

Die allgemeine Bevölkerung sei aber nicht gefährdet, betonte Jäger. Er habe keine Sorge, dass die Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge die Kapazitäten sprengen könnte. "Gesundheitlich schaffen wir das."

Läuserückfallfieber wird unterschätzt

Unterschätzt werde etwa das Läuserückfallfieber, sagte Jäger. "Das Läuserückfallfieber hatten wir alle vergessen." Es wird von Kleiderläusen übertragen. Gerade Menschen aus Ostafrika, die monatelang auf der Flucht sind und ihre Kleidung nicht wechseln können, seien davon betroffen. In München seien bisher etwa 25 Betroffene behandelt worden. "Es hat eine Sterberate von bis zu 40 Prozent, wenn man es nicht erkennt und nicht mit Antibiotika behandelt." Das Hauptproblem sei, die Krankheit zu diagnostizieren. "Die Symptome sind wie bei Malaria: Fieber, Kopfweh, Hautausschlag."

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14 Kommentare
  • SWM Hafke

    22.04.2016 09:54

    " Es ist eine Problematische- Inversion die auch öffentlich, besprochen und vorallem Beraten werden muß! "

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  • Moli

    22.03.2016 21:50

    wölfchen, ajdajdaj !!!du bist auch total kaputt, diese Menschen schleppen uns hier die " Pest " mit ein und du redest so ein dummes zeug,du weiß gar nicht was du da schreibst,du hast keine Ahnung was los ist oder totaler Realitätsverlust.

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  • pecochia

    12.03.2016 02:14

    Die Flüchtlinge haben als Durchfallerkrankung NUR Typhus anzubieten, wir dagegen Salmonellen, Rotaviren und den Norovirus. MSRA könnte bei manch einem Flüchtling tödlich enden - ist ungefähr so als die Europäer mit Husten und Schnupfen ganze Indianerstämme ausgerottet haben, nachdem diese in Amerika gelandet waren. Manche Dinge regeln sich im Leben von allein

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