Veganes Super-Food?
Mogelpackung vegan: So ungesund ist der Fleischersatz wirklich!

Mit den neusten Ernährungstrends Vegetarismus und Veganismus kommen auch immer mehr Fleischersatzprodukte auf den Markt. Die angeblich so gesunden Alternativen sind aber meist fetter und salziger als so manches Original.

Gar nicht mal so gesund: Vegetarische Burger-Alternativen enthalten oft ungesunde Zusatzstoffe. Bild: Fotolia/PhotoSG

Vegetarische und vegane Ernährung sind auf dem Vormarsch, das haben auch die Lebensmittelhersteller festgestellt. Seit einigen Jahren füllen sich die Supermarkt-Regale immer mehr mit Fleischersatz-Produkten, auf denen sich der Vermerk "vegan" oder "vegetarisch" findet.

Vegan: Ungesunder Fleischersatz mit einer großen Portion Zucker

Verbraucher haben eine hohe Erwartung an die Produkte, wie ein Geschmackstest des "NDR" herausgefunden hat. Schließlich soll es gesünder sein, sich fleischlos zu ernähren. Dass dem aber gar nicht so ist, belegt ein Blick auf die Zutatenliste pflanzlich basierter Salami, Mini-Frikadellen oder Schnitzel. Denn damit aus Soja und Weizeneiweiß eine geschmackliche Alternative zu Fleisch entsteht, sind nicht nur jede Menge Geschmacksverstärker, sondern auch Zucker, Salz und Palmfett notwendig. Zu viel von allen dreien steigert aber das Diabetes-, Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko und erhöht den Cholesterinspiegel.

FOTOS: Fleischersatz Vegetarische Schnitzel & Co.

Die vegetarische Currywurst von Meica versüßt dem gesundheitsbewussten Verbraucher beispielsweise wortwörtlich die Mahlzeit: Mit stattlichen zwölf Gramm Zucker je 100 Gramm ist das Würstchen aber alles andere als gesund.

Lieber Vollwertkost als vegetarische Sal(z)ami

Ähnliches gilt für die vegetarische Salami – oder besser "Sal(z)ami" - von Heirler: Sie enthält 3,3 Gramm Salz je 100 Gramm, wie der "NDR" mitteilt. Maximal sechs Gramm sind aber laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung täglich empfehlenswert. Fleischlose Streichfette bestehen dagegen zu einem Großteil aus Palmfett, das heißt ungesunden gesättigten Fettsäuren.

Vegetarier - Daten und Fakten
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Ein Blick auf die Zutatenliste von industriell gefertigtem Fleischersatz lohnt sich also. Wenn Sie sich aber trotzdem vegetarisch oder vegan ernähren möchten, sollten Sie lieber selbst den Kochlöffel in die Hand nehmen. Ob Aufstriche oder Burger: Mit frischem Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten oder Tofu gelingen beispielsweise gesunde Wurst- und Frikadellen-Alternativen.

Lesen Sie auch: Darauf kommt es beim fleischlosen Genuss an.

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kad/bua/news.de

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4 Kommentare
  • Faktenchecker

    03.03.2016 11:05

    Ähnliches gilt für die vegetarische Salami – oder besser "Sal(z)ami" - von Heirler: Sie enthält 3,3 Gramm Salz je 100 Gramm, wie der "NDR" mitteilt.

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  • Bergen

    02.03.2016 23:33

    Und da fragt sich die Zivilisation, woher diverse Zivilisationskrankheiten herkommen! Lieber mal beim eigenen Essen die Augen aufmachen, bevor man hier solche schwachsinnigen und sensationsgeilen Artikel schreibt.

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  • Bergen

    02.03.2016 23:31

    Geht's noch?! Das sind Fertigprodukte, so wie jedes Fertigprodukt enthält es sowohl erhöhte Mengen an Salz, Zucker und Co. als auch Zusatzmittel. Vegetarier und Veganer greifen daher eher seltener zu solchen Produkten, diese dienen genau wie die Fertigpizza von Omnivoren als schnelle, einfache Alternative. Man kann nicht über des anderen Essen schimpfen, wenn das eigene selbst vollgepumpt mit diversen Zusätzen ist. Wobei bei omnivorer Ernährung meist diese noch nicht einmal vermerkt sind, wenn man sich mal die Antibiotikazusätze der Futtermittel der Tiere ansieht.

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