Nanopartikel in Lebensmitteln
Wie gefährlich sind Nanopartikel in der Nahrung?

Die Nahrungsmittelindustrie setzt in den letzten Jahren vermehrt so genannte Nanopartikel ein, um damit zum Beispiel die Fließeigenschaften von Flüssigkeiten zu verbessern. Doch Experten schlagen Alarm: Sind die Nanoteilchen gefährlich für den Menschen?

Die Lebensmittelindustrie setzt vermehrt auf Nanopartikel in Lebensmitteln. Bild: Martin Schutt / dpa

Nanopartikel werden schon seit Jahren in verschiedenen Industriezweigen eingesetzt, um chemische und technologische Prozesse zu optimieren. Auch die Nahrungsmittelindustrie verwendet die Mini-Partikel vermehrt in ihren Produkten. Doch was als technischer Segen begann, könnte langfristige Folgen auf unsere Gesundheit haben. Wie gefährlich sind Nanopartikel wirklich?

Nanopartikel in Lebensmitteln

Nanopartikel sind chemische Verbindungen, die meist aus wenigen Tausend Atomen oder Molekülen bestehen und für das menschliche Auge unsichtbar sind. Sie werden künstlich erzeugt und optimal auf ihr jeweiliges Einsatzgebiet zugeschnitten. Auch in Lebensmitteln kommen die Kleinst-Teilchen zum Einsatz, etwa um die Fließeigenschaften von Ketchup zu verbessern oder Speisesalz besser rieseln lassen. Doch Experten schlagen Alarm: Bisher gibt es keine ausreichenden Studien zu den Nanoteilchen. Sind sie auf Dauer sogar schädlich?

Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit warnt vor Nanopartikeln

Laut Doktor Wolfgang Kreyling vom Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (Helmholtz-Zentrum München) kann der Körper die Nanopartikel nicht abbauen. Es bestehe daher die Gefahr, dass diese sich im menschlichen Gewebe einlagern und Krankheiten auslösen können. Sein Team hat bei Untersuchungen an Patienten bereits Partikel in Leber, Milz und Nieren gefunden. Bei einigen Probanden wurden sogar Rückstände im Herzen sowie im Gehirn gefunden – mit möglicherweise fatalen Folgen:

"Zum einen kann die Herz-Rhythmus-Funktion gestört werden und zum anderen kann die Gerinnungs-Funktion gestört werden. So dass man auf der einen Seite als Szenario Herzinfarkt-Effekte beobachten kann beziehungsweise auf der anderen Seite thrombotische Effekte," sagte Kreyling gegenüber dem "Focus". Doch auch andere Experten warnen vor den möglichen Folgen.

Lesen Sie hier: Nanotechnologie – Die winzigen Unbekannten.

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