Gefährliche Konservierungsstoffe: Krebserregend! Diese Kosmetika machen krank

Viele Kosmetika wie Tagescremes enthalten sogenannte Parabene: Zusatzstoffe, die im Verdacht stehen, das Hormonsystem zu verändern und so Krebserkrankungen und Fruchtbarkeitsstörungen hervorzurufen. Doch was ist dran an dieser Behauptung und welche Alternativen gibt es?

Immer noch enthalten viele Kosmetik-Produkte sogenannte Parabene - Inhaltsstoffe, die schon länger als krebserregend gelten. Bild: dpa

Intuitiv ist es vielen von uns klar, doch die wenigsten ziehen ernsthafte Konsequenzen: Viele Shampoos riechen zwar gut, sind jedoch das reinste Gift für Kopfhaut und Haare. Gleiches gilt für Cremes: Auch mit denen schmieren wir uns großflächig ein. Wie der "Focus" jetzt online berichtet, stehen viele chemische Substanzen in Kosmetika im Verdacht, dass Hormonsystem dermaßen durcheinander zu bringen, dass schwerwiegende gesundheitliche Erkrankungen wie Brustkrebs oder Hodenkrebs die Folge sein können.

Problemfall Allergene: Krebserregende Zusätze in Kosmetika?

In Verruf geraten sind bereits vor Jahren die sogenannten Parabene, die in vielen Produkten als Konservierungsstoffe zugesetzt sind und diese länger haltbar machen sowie vor Keimbefall schützen. Parabene, aber auch sogenannte UV-Filter (OMC) wirken hormonell, so das Nachrichtenportal. UV-Filter sind unter anderem in Sonnenschutzmitteln enthalten, aber auch in Lippenstiften.

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Laut "Focus.de" sind gerade beliebte Produkte von Kosmetik-Giganten wie L'Oréal oder Nivea häufig mit hormonell wirksamen Inhaltsstoffen versetzt. Ganz anders hingegen die mittlerweile auch recht preiswerten Naturkosmetik-Produkte von Drogerieketten wie dm oder Rossmann: Diese verzichten auf den Zusatz von Parabenen.

Konservierungsstoffe greifen in das Hormonsystem ein

Der SWR zeigt am Mittwochabend (24. Februar 2016) um 20.15 Uhr eine Dokumentation zum Thema mit dem Titel "Gift in Shampoos und Cremes". In dieser wird auch Andreas Kortenkamp, Toxikologe an der Londoner Brunel University, interviewt. Kortenkamp vermutet seit Jahren, dass Konservierungsstoffe in das Hormonsystem eingreifen und mitverantwortlich für zahlreiche Krebserkrankungen, aber auch Fruchtbarkeitsstörungen und Zeugungsunfähigkeit sein könnten.

Diese Erkrankungen nehmen in der westlichen Welt immer weiter zu, parallel zu einem steigenden Verbrauch von Pflege- und Schönheitskosmetik, so das Nachrichtenportal. Am stärksten gefährdet seien Schwangere und Pubertierende, das sie in diesen Lebensphasen am sensibelsten auf Schwankungen des Hormonsystems reagieren.

Sind alternative Kosmetika eigentlich gar keine Alternative?

Eine Entscheidungshilfe für unsichere Kunden bietet die App "ToxFox": Mit dieser kann durch einen Barcode-Scan sofort geklärt werden, ob ein Produkt hormonell wirksame Inhaltsstoffe aufweist oder nicht.

Wer nun aber meint, mit einem Umstieg auf parabenfreie Naturkosmetik sei man auf der sicheren Seite, der muss allerdings auch hier unter Umständen gesundheitliche Beeinträchtigungen in Kauf nehmen: So haben alternative Konservierungsstoffe laut Bundesamt für Risikobewertung (BfR) ein deutlich höheres allergenes Potenzial.

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lid/bua/news.de

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