Stiftung Warentest: Johann Lafer Pfeffer durchgefallen!
Mineralöl gefunden! Verkaufsstopp für Malaber-Pfeffer

Nach einem Test von Stiftung Warentest wurde der Malabar Pfeffer von Johann Lafer aus dem Verkauf genommen. Der Grund: In den scharfen Körnern entdeckten die Tester Rückstände von Mineralöl.

Kein Grund zum Lachen! Der Malabar Peffer von Johann Lafer ist extrem mit Mineralöl belastet. Bild: dpa

Der Unterschied zwischen frisch und fertig gemahlenem Pfeffer ist groß. Und das nicht nur in Bezug auf den Geschmack, sondern auch hinsichtlich der Qualität. Das fand die Stiftung Warentest in einem Test bereits im Dezember heraus. Das Ergebnis: In vielen Produkten stecken Rückstände von Mineralöl - sogar in teuren Markenprodukten. Ein Hersteller hat nun reagiert und den Pfeffer aus dem Handel genommen.

Stiftung Warentest entdeckt Mineralöl im Pfeffer von Johann Lafer

Zwar schnitten viele Pfefferkörner im sensorischen Test gut ab, dennoch wird die Freude am Würzen durch Schadstoffe ausgebremst. In allen Produkten wiesen die Tester gesättigte Mineralöle (MOSH) nach. Auch die gesundheitlich bedenklichen aromatischen Mineralöle wurden nachgewiesen. In vier Produkten waren die krebserregenden MOAHs enthalten - in drei davon nur in Spuren.

Lesen Sie hier: Mineralöl in Lebensmitteln? Dr. Oetker hält dagegen.

Krebserregender Pfeffer von Johann Lafer laut Stiftung Warentest

Der Malabar Pfeffer von "Lafer. Lecker. Leben." aus der Produktserie von Sternekoch Johann Lafer fiel gnadenlos durch den Test. Der Pfeffer ist extrem mit MOAH belastet. Ermittelt wurden rund 54 Milligramm pro Kilogramm – viel mehr, als die Tester jemals in einem Lebensmittel nachgewiesen haben. Da Pfeffer zwar nur in sehr kleinen Mengen verzehrt wird, ist selbst diese Konzentration nicht akut gesundheitsgefährdend. Dennoch haben Mineralöle nichts in Lebensmitteln zu suchen.

Verkaufsstopp für Malabar Pfeffer von Johann Lafer nach Ergebnis von Stiftung Warentest

Der Verkauf von Lafers Pfeffer wurde mittlerweile gestoppt. "Der in diesem Fall eingesetzte Rohstoff entspricht nicht unserem eigenen Qualitätsanspruch, weshalb die Ware unmittelbar nach Bekanntgabe der Stiftung-Warentest-Ergebnisse vorsorglich aus dem Markt genommen wurde", heißt es in einem Brief der Herstellerfirma Raps GmbH. Laut Foodwatch reagierte das Unternehmen im Gegensatz zu anderen schnell und konsequent.

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bua/sam/news.de

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