Sozialpsychologie
Endlich geklärt: Warum manche Menschen Idioten sind

US-Psychologen haben in einer Studie nun weitere Antworten auf die Frage gefunden, weshalb manche Menschen größere Idioten sind als andere. Und warum Idioten meist ihr Leben lang unsozial bleiben, andere Menschen hingegen unüberlegt helfen.

Sozialpsychologen haben neue Erkenntnisse darüber gewonnen, warum manche Menschen unbelehrbare Idioten sind. Bild: fotolia.com/DDRockstar

Psychologen der renommierten Yale University können nun mit Hilfe eines entwickelten mathematischen Modells zeigen, weshalb manche Menschen größere "Idioten" sind als andere und warum manche oft sogar zu Fremden freundlich sind. Dies berichtet "i100", die Schwesterseite des "Independent", unter Berufung auf die Forschungsplattform phys.org.

Studie zu kooperativem Verhalten

Die Psychologen Adam Bear und David Rand führten eine Studie durch, in der sowohl das kooperative (altruistische) als auch das selbstsüchtige (egoistische) Handeln der Teilnehmer untersucht wurde. Diese sollten miteinander Spiele spielen, während in deren Verlauf die Entscheidung getroffen werden musste, entweder einem Mitspieler zu helfen (also altruistisch zu sein) oder egoistisch zu sein. Die Spiele waren so konzipiert, dass sich entweder altruistisches oder egoistisches Verhalten auszahlen würde.

Gute Menschen können schlechte werden - und schlechte Menschen bleiben schlechte

Die Forschungsseite phys.org erklärt die zentrale Aussage des neuen Modells so:

"Das, so die Prognose des Modells, wird passieren: Menschen, die aus einem solidarischen und großzügigen Umfeld kommen, lernen intuitiv zu kooperieren, weil sie selbst häufig von solch solidarischem Verhalten profitiert haben – daher kooperieren sie erst einmal auch mit Fremden, auch wenn daraus nicht unbedingt ein Vorteil entspringt. Wenn sie sich aber Zeit nehmen und abwägen, dann ersetzen sie ihren ursprünglich kooperativen Instinkt, da sie erkennen, dass es keine Möglichkeit eines künftigen Vorteils gibt. Leute hingegen, die primär von Idioten umgeben sind, lernen intuitiv egoistisch zu sein – damit lernen sie aber auch, nicht abzuwägen. So, und das zeigt das Modell, verhalten sie sich auch dann noch egoistisch, wenn eine Kooperation eigentlich einen Vorteil bringen würde."

Intuitives Helfen oder Abwägen

Die Entscheidung zwischen Intuition und Abwägen in der menschlichen Kooperation sei nach wie vor eine der faszinierendsten Fragen auf diesem Gebiet, so Bill Hathaway von "phys.org". In welchen Fällen und auf welchem Wege wir jedoch das Abwägen vorziehen würden, sei immer noch nicht wirklich geklärt.

Letztlich, so "i100", zeige die Studie zumindest, dass - wenn es um die Frage des bloßen Überlebens geht - ein natürlicher Egoismus oder auch die Fähigkeit, einschätzen zu können, in welchen Situationen man besser egoistisch sein sollte, dem betreffenden Individuum eine größere Überlebenschance beschert. Dies wusste allerdings auch Charles Darwin bereits, der berühmte Evolutionstheoretiker, und zwar Anfang des 19. Jahrhunderts.

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lid/zij/news.de

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2 Kommentare
  • kelevra

    20.01.2016 22:02

    Was immer dieses (F)M-erkel im Kopf hat, man sollte schon berücksichtigen, daß sie nach halachischem und israelischem Recht (siehe Rückkehrgesetz (1950) welches allen Juden, wo immer sie auch leben, das Recht garantiert, als Oleh nach Israel zu kommen und israelischer Staatsbürger zu werden - nach diesem Gesetzes gilt übrigens als "Jude" nur, wer als Kind einer jüdischen Mutter geboren wurde) Israelitin ist. Die Sicherheit Israels ist nach ihrem Befinden Teil der deutschen Staatsräson und niemals verhandelbar, was immer das heißen mag denn staatsrechtlich ist das keinesfalls gedeckt.

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  • Leo

    20.01.2016 20:31

    So eine "g'scheite" Studie! Kann man diese auch "Honneckers Rache" zugänglich machen oder ist ein Physikstudium dazu geeignet fürderhin jeden weiteren Lernprozess vorsorglich zu verhindern?

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