Milder Winter fördert Pollenflug
Allergie-Alarm an Weihnachten

Dieser Winter ist bislang überdurchschnittlich mild verlaufen. Viele vermissen den Schnee, andere freuen sich darüber, nicht so sehr frieren zu müssen. Für Pollenallergiker jedoch könnte der Winter ein echtes Problem werden.

Pollenflug: Auch im Winter kann es Allergiker erwischen. Bild: Fotolia/underdogstudios

Für gewöhnlich endet die Pollenflugsaison im Oktober und setzt erst im Februar wieder ein, wenn Erle und Haselnuss zu blühen beginnen. Allergiker können also im Winter frei durchatmen, ohne lästiges Schnaufen und Niesen. In diesem Jahr allerdings könnte die beschwerdefreie Zeit extrem kurz ausfallen.

Wie die "Welt" berichtet, begünstigt der vergleichsweise milde Winter einen frühen Pollenflug. Derzeit gebe es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) keine Hinweise auf eine verfrühte Blüte von Erlen und Haseln, doch das könnte sich ändern, wenn nicht bald der Winter über Deutschland hereinbricht. Dann nämlich würden schon an Weihnachten erste Pollen fliegen.

Allergie-Alarm im Winter? So bestimmt das Klima den Pollenflug

Das Blühen von Hasel und Erle im Dezember ist nicht unüblich. "Die Blüte setzt in der Regel erst dann ein, wenn die Pflanze eine längere Kälteperiode durchlebt hat", erklärt Christina Endler vom Deutschen Wetterdienst in der "Welt". "In dieser Zeit verbleiben auch die Blütenknospen in einer Ruhephase. Danach entscheidet der Witterungscharakter über die weitere Entwicklung." Eine rasche Entwicklung der Pflanze würde also durch milde Witterungsverhältnisse begünstigt.

Der Dezember ist überdurchschnittlich mild. Mit 3,5 Grad höheren Temperaturen war bereits der November der wärmste seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen, schreibt die "Welt". Auch die kommenden Nächte sollen laut DWD frostfrei bleiben.

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lvo/hos/news.de

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