Schnupfen-Symptome nicht unterschätzen!: Chronischer Schnupfen - Gefahr zu erblinden

Gerade im Winter schnieft und trieft es. Die Nase läuft und der Kopf hämmert. Doch so ein Schnupfen ist keinesfalls zu unterschätzen. Im schlimmsten Fall kann chronischer Schnupfen sogar zur Erblindung führen.

Einen Schnupfen sollte man besser nicht unterschätzen. Bild: dpa

Schnupfen ist nicht nur eine unangenehme Begleiterscheinung bei Grippe und Erkältung. Der anfängliche Infekt kann sich auf die Nebenhöhlen auswirken. Die Folge: Druck hinter der Stirn, vor allem wenn man sich bückt. Laut Bundesverband der HNO-Ärzte leidet in Deutschland jeder siebte Erwachsene mindestens einmal im Jahr an einer Nasennebenhöhlen-Entzündung, im Fachjargon Sinusitis genannt.

Lesen Sie auch: Die besten Hausmittel gegen eine hartnäckige Erkältung.

Normalerweise heilt eine akute Entzündung innerhalb von sieben bis zehn Tagen ab. Allerdings: Wenn die Ausführgänge anatomisch bedingt besonders eng oder verkrümmt sind, kann die Nase nicht richtig abschwellen.

Sinusitis: Was tun bei Nasennebenhöhlen-Entzündung?

  • Abschwellende Nasentropfen helfen bei einer Nasennebenhöhlen-Entzündung am besten. Im Falle von Fieber und weiteren Symptomen kann auch ein Breitband-Antibiotikum helfen, so Mediziner Jürgen Strutz gegenüber dem "Focus".
  • Inhalieren oder Nasenspülungen helfen in der entzündungsfreien Phase gut zur Vorbeugung eines Schnupfens. Schleimlösende Medikamente können zusätzlich helfen.

Chronischer Schnupfen! Das müssen Sie beachten

Bei Menschen, bei denen die Entzündung viermal im Jahr und öfter auftritt oder länger als drei Monate andauern, spricht man von einer chronischen Sinusitis. Dann nämlich bilden sich Schleimhautpolster (Polypen) und beschädigen die Schleimhaut und Flimmerhärchen. Von allein heilt der Schnupfen dann nicht mehr. Helfen können cortisonhaltige Nasenspülungen oder eine Operation. Ebenfalls könnte eine Behandlung mit Punktionsnadeln helfen. Dabei spült der Arzt die vereiterten Nebenhöhlen mit einer Antibiotika-Lösung aus.

Gefahr nicht unterschätzen! Erblindung und Hirnhaut-Entzündung

Die Gefahren eines Sinusitis sollte man nicht unterschätzen. Wenn die Entzündung nicht behandelt wird, kann sie gravierende Folgen mit sich ziehen. Übergriffe auf den Knochen und auf den Sehnerv können zur Erblindung und sogar zur Hirnhaut-Entzündung führen.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

ife/gea/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser