11.11.2015, 12.13 Uhr

Pillenreport 2015: #Risikopille: So gefährlich ist die Antibaby-Pille!

Fast jede Frau nimmt sie, ohne die Risiken wirklich zu kennen: Die Antibaby-Pille. Das Geschäft mit der Pille ist riesig. Über Gefahren einer Thrombose oder einer Lungenembolie wird in den wenigsten Fällen aufgeklärt.

Experten warnen vor der Gefahr der Antibabypille. Bild: dpa

Es war das Aufreger-Thema bei "stern TV". Eine Betroffene schildert ihr dramatisches Schicksal und hunderte Frauen meldeten sich in der Redaktion, um ihre Erfahrungen mit der Pille zu berichten. Denn entgegen der meisten Auskünfte von Ärzten und Krankenkassen ist die Antibaby-Pille alles andere als harmlos und ungefährlich. Die Gefahren sind deutlich höher, als von den meisten eingeschätzt.

Laut einer Studie nehmen in Deutschland circa 7 Millionen Frauen die Antibaby-Pille. Vor allen die neueste Generation der Pille, die einige Vorteile verspricht, kann allerdings lebensbedrohliche Nebenwirkungen haben.

Nebenwirkungen und Gefahren der Anti-Baby-Pille: Lungenembolie und Thrombose

Laut den Auskünften von "Netfrauen.org" seien jährlich etwa 260 Frauen von einer Lungenembolie betroffen, ausgelöst durch die Pille. Das bedeutet, dass die Lunge durch Verstopfung des Blutgefäßes verengt wird. Professor Gerd Glaeske der Universität Bremen erklärte gegenüber "stern TV": "Von den 40 am häufigsten verordneten Pillen gehören zwei Drittel zu den risikoreichen." Studien belegen, dass vor allem die Pillen der sogenannten 3. und 4. Generation ein höheres Thrombose- und Embolierisiko bergen.

Pille der 3. und 4. Generation besonders gefährlich laut "Pillenreport 2015"

Im Januar 2014 gab das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte einen Rote-Hand-Brief heraus, auf den vor Risiken und Symptomen gewarnt wird. Im "Pillenreport 2015" werden ausführlich die Risiken erläutert. Demnach gebe es in Deutschland derweilen vier Generationen der Pille: Ältere Pillen der ersten und zweiten Generation, die vor allem den Wirkstoff Levonorgestrel enthalten und jüngere Produkte mit Gestagene. Letztere sollen das Risiko von Thrombose-Bildungen erheblich erhöhen.

Bedeutet: Die Bildung von Blutgerinnseln in Gefäßen wird begünstigt - es besteht Lebensgefahr. Dennoch werden Produkte mit Gestagenen häufiger verschrieben laut Angaben der Techniker Krankenkasse. Kritiker fordern daher eine umfassendere Aufklärung und eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema. Die Pille der ersten Generation helfe genauso gut wie die neuere Antibaby-Pille.

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ife/sam/news.de

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