Herpes-Infektion weltweit: Gibt es bald eine Impfung gegen Genitalherpes?

Herpes ist weltweit verbreitet. Keiner ist vor diesem tückischen Virus sicher. Einmal infiziert, tragen Betroffene den Erreger ein Leben lang in sich. Die Weltgesundheitsorgansiation WHO arbeitet nun an der Entwicklung eines Impfstoffes.

Eine vollständige Heilung von Herpes ist bisher unmöglich. Bild: Fotolia / Cherries

Mehr als drei Milliarden Menschen unter 50 Jahren sind weltweit mit Herpes infiziert. Das berichtete die Weltgesundheitsorganisation WHO in ihrem Bericht für das Jahr 2012. Das Ergebnis ist erschreckend!

Herpes wird meist in Kindheit übertragen

Zwei Drittel der Menschen tragen den Herpes-Simplex-Virus vom Typ 1 (HSV-1) in sich. Doch nicht bei jedem bricht die Krankheit aus. Vor allem Länder wie Afrika oder Südost-Asien sind davon betroffen. Die Amerikaner am wenigsten. Europa liegt mit knapp 60 Prozent der Infizierten relativ nah am weltweiten Durchschnitt.

Herpes wird oft bereits in der Kindheit über den Speichel der Eltern übertragen. Dieser Prozess ist völlig normal. Bei einem gesunden Immunsystem bricht die Krankheit nämlich nicht aus. Doch sollten infizierte Personen unter Stress leiden, sind schmerzhafte Bläschen am Mund sind die Folge.

WHO warnt vor Genitalherpes

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Herpes-Viren. Dem Typ 1 (HSV-1), der für die Bläschen an den Lippen schuld ist, und der Erreger (HSV-2), der Genitalherpes verursacht und beim Sex übertragen wird. Das Überraschende: Die meisten Infizierten von Genitalherpes leben übrigens in Amerika und Europa, schreibt die "Augsburger Allgemeine". Die Anzahl der Infizierten nimmt im Teenageralter zu. Grund: Häufig wird der Virus beim Oralverkehr übertragen. Insgesamt seien laut Studie der University of Bristol knapp 140 Millionen Menschen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren von Genitalherpes betroffen.

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Die WHO warnt vor dem gefährlichen Erreger: Im Jahr gebe es bis zu 20 Millionen Neuinfektionen. Wer sich einmal infiziert, trägt den Erreger ein Leben lang im Körper. Zwar lassen sich die Symptome wie Bläschen oder Geschwüre medikamentös behandeln, jedoch wird dadurch der Erreger lediglich unterdrückt. Die Symptome kehren in der Regel immer wieder zurück. laut WHO gebe es keine vollständige Heilung. Aktuell arbeitet die Weltgesundheitsorganisation an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Herpes-Viren. Jedoch könnte dies noch einige Zeit dauern.

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bua/jko/news.de

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