Öko-Test im November 2015: Krebs-Alarm!
Lachs im Test: Dieser Fisch enthält krebserregende Stoffe

Das Magazin "Öko-Test" hat für seine November-Ausgabe Räucherlachs aus Wildfang, konventioneller und Bio-Züchtung genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist erschreckend. Alle Infos zu den Ergebnissen und Testsiegern hier.

"Öko-Test" hat Räucherlachs untersucht. Bild: Fotolia / Christian Jung

Räucherlachs gilt als Delikatesse. Wie gut die im Handel erhältlichen Produkte wirklich sind, untersuchte das Magazin "Öko-Test". 20 Marken wurden im Labor genauer untersucht. Die Ergebnisse sind erschreckend.

"Öko-Test" nimmt Räucherlachs unter die Lupe

"Öko-Test" hat je fünf Lachsprodukte aus Biozucht und Wildlachsmarken auf den Prüfstand geschickt. Alle Produkte schnitten mit "Gut" oder sogar "Sehr Gut" ab. Die zehn getesteten Lachse aus konventionellen Zuchtfarmen erhielten ein deutlich schlechteres Ergebnis. Die beste Note der preisgünstigen Alternative ist "Befriedigend".

Krebserregender Stoff im Lachs gefunden

Keines der Produkte war mit Keimen belastet. Damit das Lachsfleisch schön rosa gefärbt ist, werden dem Futter Farbstoffe zugesetzt. Kritischer ist jedoch der künstliche Konservierungsstoff Ethoxyquin. In drei Produkten fanden die Tester diese Substanz. Dieser macht das Futter länger haltbar, steht aber im Verdacht, das Erbgut zu schädigen und sogar Krebs zu erregen. Besonders bizarr ist, dass dieser Stoff aus dem Hause Monsanto als Pestizid verboten ist, als Zusatzstoff in Futtermitteln jedoch eingesetzt werden darf. Mindestens genauso skurril: Es gibt EU-Rückstandshöchstmengen für Äpfel und sogar für Krokodilfleisch – nur für Fisch nicht.

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Wegen des Ethoxyquins gab es für "Wechsler's geräucherter Schottischer Lachs" die Note "Mangelhaft". Auch im "Tip Räucherlachs" von Real und dem "Rookhus Echter Räucherlachs" von Aldi Nord fanden die Tester den Stoff. Die beiden Produkte schnitten mit "Ausreichend" ab.

"Industrialisierte Massentierhaltung unter Wasser"

In der neuen November-Ausgabe kritisiert "Öko-Test" zudem, wie Lachse in Aquakulturen unter schlechtesten Haltungsbedingungen gemästet werden. Das Magazin spricht von "industrialisierter Massentierhaltung unter Wasser". Die Futtermittel stecken voller Farb- und Konservierungsstoffe, die teilweise auch für Menschen schädlich sind. Selbst Wildlachs ist oft keine Alternative, da die Fangmethoden bedenklich sind. In einigen Fischen hat das Verbrauchermagazin zudem Larven von Fadenwürmern gefunden. Einwandfrei war hingegen der Wildlachs "Friedrichs Kodiak Wildlachs smoked" von Friedrichs. Das Testurteil: "Sehr gut".

Bio-Lachs scheint da besser abzuschneiden. Die Züchter verzichten offenbar auf den Einsatz künstlicher Farbstoffe und die Tiere haben mehr Platz. Die Note "Sehr Gut" gab es für den "Bio Mare Geräucherter Biolachs" von Wechsler. Laut "Öko-Test" sind Bio-Produkte die bessere Alternative.

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bua/hos/news.de

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3 Kommentare
  • Antonietta

    03.11.2015 15:34

    Junge Fische werden, ohne Rücksicht auf die Bestände, schon gefangen, bevor sie sich überhaupt vermehren können. Durch die Verschmutzung der Meere reichern sich im Fleisch der Fische Gifte und Schwermetalle an. Besonders Quecksilber kommt häufig in hohen Konzentrationen vor. Mittlerweile gibt es auch viele Fischfabriken, in denen die Fische dicht gedrängt in Zuchtbecken leben müssen und mit Medikamenten und Chemikalien behandelt werden, um diverse Krankheiten einzudämmen, die diese Haltung mit sich bringt.

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  • John

    31.10.2015 14:59

    Shacco hat recht mit seinem Kommentar. Was ich noch hinzufügen möchte ist, dass der Mais extrem hoch mit Giftrückständen belastet ist und noch vie schlimmer das Soja, ist genau genommen keine Pflanze mehr, sondern ein im Genlabor erfundene künstliche Art entwickelt und zu allen möglichen Produkten zu verwenden ist, sogar als künstliches Fleisch für Vegetarier verwendet wird.

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  • Shacco

    31.10.2015 14:32

    Allmählich finden die Chaoten überall in unseren Lebensmitteln Krebserregende Stoffe, doch was die Ökochaoten nicht wissen, dass jedes Lebewesen Krebs bekommen kann wenn es hoch genug Konzentriert verabreicht wird. Beispiel Formaldehyd

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