Menstruationstassen und Mehrwegbinden: Diese Alternativen sind gesünder als Tampons

Frauen produzieren durch ihre Regelblutung in ihrem ganzen Leben einen riesigen Berg Müll. Zudem stellen Tampons und Binden durch fragwürdige Inhaltsstoffe eine Gefahr für die Gesundheit dar. Doch es gibt Alternativen.

Menstruationstassen sind eine gesunde Alternative für Tampons. Bild: Fotolia / aguadeluna

Ungefähr 450 Mal hat eine Frau in ihrem Leben ihre Menstruation. Hochgerechnet verbraucht jede Frau 11.000 Tampons oder Binden in ihrem ganzen Leben. Eine ganze Menge Müll der dadurch entsteht. Doch neben diesem Umweltaspekt spielt für viele auch ein gesundheitlicher Aspekt eine große Rolle. In vielen Monatshygieneartikeln wie Tampons und Binden stecken künstliche Duftstoffe und Weichmacher. Substanzen, die alles andere als gesund sind.

Toxisches Schocksyndrom! Tödliche Infektion durch Tampons

Doch neben Inhaltsstoffen wie Bleichmittel bergen gerade Tampons noch eine andere Gefahr. Tampons stehen nämlich im Verdacht das Toxische Schocksyndrom auszulösen. 2013 starb ein 14-jähriges Mädchen an schwerem Kreislauf- und Herzversagen. Grund: Eine bakterielle Infektion durch einen Tampon. Die kleinen Wattedübel sollten daher häufig gewechselt und mit sauberen Händen eingeführt werden.

Weniger Müll und gefährliche Inhaltsstoffe! Mehrweg-Monatshygiene auf dem Vormarsch

Doch es gibt Alternativen: Schon mal etwas von Stoffbinden gehört? Diese bestehen komplett aus Baumwolle. Diese Mehrweg-Binden können bei 60 Grad gewaschen werden. Eine Stoffbinde kostet zwischen sieben und 15 Euro. Für DIY-Freaks gibt es sogar Nähanleitungen im Internet.

Stoffbinden sind zwar äußerst umweltfreundlich, jedoch auch ziemlich unpraktisch. Immerhin benutzt man sie mehrmals. Unterwegs muss frau diese also in ihrer Tasche transportieren. Für viele womöglich ein ekliger Gedanke, der auch nicht wirklich hygienisch ist.

Menstruationstassen sparen Geld

Eine andere Alternative bieten Menstruationstassen. Sie kosten zwischen 15 und 25 Euro. Die kleinen Silikontassen werden wie Tampons in die Vagina eingeführt und fangen dort das Blut auf. Nach drei bis vier Stunden sollte die Tasse entnommen, gereinigt und wieder eingesetzt werden. Das funktioniert recht einfach: Die Tasse einfach unter fließendes Wasser halten und ausspülen. Unterwegs reicht auch Toilettenpapier zum Saubermachen. Anders als Tampons trocknen die Silikonbecher die Scheide nicht aus und haben auch sonst keine negativen Auswirkungen auf die Scheidenflora.

Für viele Frauen ist die Umstellung auf Mehrweg-Monatshygiene nicht einfach, da der Umgang mit dem eigenen Körper viel intensiver ist. Der Kontakt zur eigenen Periode ist stärker. Stoffbinden müssen gewaschen werden und die Menstruationstassen ausgespült sowie regelmäßig mit Wasser abgekocht werden. Frauen, die sich generell vor ihrer Regelblutung ekeln, sollten lieber auf die Alternativen verzichten.

Lesen Sie hier: Frei dank Periode! Menstruationsurlaub für Frauen kommt.

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bua/räc/news.de

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