Foodwatch fordert Werbeverbot: Ungesund! Macht die Werbung unsere Kinder dick?

Foodwatch ist besorgt über das Ausmaß der Werbung für ungesunde Lebensmittel speziell für Kinder. Die Lebensmittelindustrie wehrt sich.

Macht Werbung unsere Kinder dick? Bild: Julian Stratenschulte/dpa

Kinder lieben Süßigkeiten. Das ist ein weit verbreitetes Phänomen. Könnte das anders sein? Was wäre zum Beispiel, wenn die Lebensmittelindustrie speziell gesunde Lebensmittel gezielt vermarkten würde? Würden die Kleinen dann automatisch zu Obst, Gemüse & Co. greifen? Das werden wir so schnell nicht heraus finden, glaubt man dem neuesten Foodwatch-Bericht.

Lebensmittelhersteller stellten 2007 freiwillig Regeln für an Kinder gerichtetes Marketing auf

2007 gab es dank einer EU-Initiative die Abmachung, dass sich die Lebensmittelhersteller an bestimmte Regeln halten, wenn sich ihre Werbung speziell an Kinder wendet. Nur Lebensmittel mit bestimmten Nährwertanforderungen sollten an Kinder unter 12 Jahren beworben werden.

Wie nun im neuesten Foodwatch-Bericht bekannt wurde, erfüllen 90 Prozent der Lebensmittel, die in der Werbung besonders bei Kindern gut ankommen, diese Kriterien nicht. 281 Produkte wurden hierfür getestet. Von diesen erfüllen nur 29 die Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die restlichen 252 getesteten Produkte sollen hingegen nicht länger an Kinder vermarktet werden.

90 Prozent der Lebensmittel erfüllen die Kriterien der WHO nicht

Die Lebensmittelindustrie weist diese Kritik zurück. Der BLL-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff sagt: "Foodwatch verunglimpft sichere und qualitativ hochwertige Lebensmittel aufgrund von Nährwertprofilen, die eine reine Empfehlung und keine verpflichtende Vorgabe darstellen, erst vor wenigen Monaten veröffentlicht und zudem in einem intransparenten Verfahren bestimmt wurden."

Foodwatch-Studie wird von Lebensmittelindustrie scharf kritisiert

Warum 94 Prozent der Kinder in Deutschland nicht adipösfettleibig sind, obwohl sie dieselbe Werbung wahrnehmen wie adipöse Kinder, geht aus der Studie nicht hervor. Ernährungswissenschaftlich sei die Einteilung von Lebensmittel in gut und schlecht und gesund und ungesund nicht begründbar.

Foodwatch fordert gesetzliche Regelungen für an Kinder gerichtetes Marketing

Foodwatch fordert, genau wie die Deutsche AdipositasFettleibigkeit, Fettsucht, sehr hohes Übergewicht Gesellschaft, die Deutsche DiabetesKörper der verwertet Kohlenhydrate wie Zucker nur ungenügend. Die Folge: ein erhöhter Blutzuckerspiegel. Gesellschaft und diabetesDE eine gesetzliche Regelung, die Kinder-Werbung nur für Lebensmittel erlaubt, die die WHO-Kriterien erfüllen.

FOTOS: Foodwatch klagt an Der Goldene Windbeutel geht an...

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saw/sam/news.de

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