Tod durch Zucchini: Diese Gemüsesorten können lebensgefährlich sein

Selbst gezüchtete Zucchini aus dem Garten wurden einem 79-jährigen Rentner zum Verhängnis. Er starb an den Folgen einer Vergiftung. Auch bei diesen Gemüsesorten ist in puncto Lagerung und Zubereitung Vorsicht geboten.

Bei Gartengemüse ist Vorsicht geboten. Bild: hiphoto39 - Fotolia.com

Tödliche Zucchini: Rentner (79) stirbt wegen Vergiftung

Dass man mit Gemüse aus dem Garten nicht nur leckere, sondern schlimmstenfalls auch tödliche Speisen zubereiten kann, zeigt ein tragischer Fall aus Heidenheim. Dort starb ein Rentner, weil er vergiftete Zucchini zu sich nahm. Ihm habe es regelrecht den Darm "zerfetzt", wie seine schockierte Frau bei "Bild" berichtet. Schuld daran war die giftige Substanz Cucurbitacin.

Auch andere Gemüsesorten können bei falscher Zubereitung oder Lagerung für den menschlichen Körper gefährlich werden. Das ist dann insbesondere für Kinder, aber auch ältere und kranke Menschen gefährlich. Während sich bei Kinder wegen ihrer geringeren Körpergröße schon bei kleinen Mengen Vergiftungen bemerkbar machen können, ist bei Alten und Kranken oft die Immunabwehr nicht stark genug.

Bei folgendem Gemüse ist Vorsicht geboten

  • KARTOFFEL

Kartoffeln enthalten das Alkaloid Solanin, wie "Bild" erklärt. Er kommt vor allem in grünen Teilen der Kartoffel, beschädigten und gekeimten Kartoffeln vor. Direkt unter der Schale ist die Konzentration am höchsten. Auch beim Kochen wird der Stoff nicht zerstört; er kennzeichnet sich durch einen bitteren Geschmack und kann Übelkeit und Erbrechen auslösen.

Deshalb gilt: Kartoffeln dunkel und kühl lagern, großzügig schälen. Beschädigte und gekeimte Kartoffeln nicht verspeisen.

  • TOMATE

Auch Tomaten enthalten Solanin. Besonders unreife, sehr grüne Tomaten sind betroffen - sowie der grüne Stielansatz. Schon 3 bis 6 mg pro Kilo Körpergewicht können tödlich sein. Ab 1 mg pro Kilo Körpergewicht treten laut "Bild" Vergiftungen auf. Daher sollten unreife Tomaten nicht gegessen werden. In reifen Tomaten ist der Solaningehalt unbedenklich. Dennoch sollte hier zumindest der Stiel entfernt werden.

  • RHABARBER

Das Gemüse enthält viel Oxalsäure. Diese kann in größeren Mengen zu Vergiftungserscheinungen führen, das sie das Kalzium im Körper bindet und die Eisenaufnahme hemmt. Vor dem Verzehr sollte Rhabarber deshalb immer gut gekocht werden. Ein Teil der Säure geht dann ins Kochwasser über. Bestenfalls nur Rhabarber im Frühjahr ernten, denn der Säuregehalt steigt im Laufe der Reife.

  • KÜRBIS

Ähnlich wie Zucchini können auch Kürbisgewächse giftige Cucurbitacine enthalten, die beim Verzehr zu Erbrechen, Magenkrämpfen und in seltenen Fällen dem Tod führen können. Eigentlich sind die Stoffe in Kürbisgewächsen wie Gurken und Zucchini herausgezüchtet worden. Mutationen und Kreuzungen können sie jedoch begünstigen.

Beim Anbau sollte nur auf gekauftes Saatgut zurückgegriffen werden. Generell gilt: Schmeckt das Gemüse ungewöhnlich bitter, sollten Sie die Finger davon lassen.

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zij/bua/news.de

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