11.08.2015, 16.07 Uhr

Whitney Weldon leidet unter FOP: Seltene Krankheit lässt Frau allmählich versteinern

Sie kann ihren Kopf, ihre Arme und Beine nicht mehr bewegen. Dennoch verliert Whitney Weldon nicht ihren Lebensmut. Die 23-Jährige leidet am "Stone Man Syndrom". Ihr wachsen immer neue Knochen, so dass sie langsam, aber sicher versteinert.

Whitney Weldon wird zu Stein. Bild: news.de-Screenshot (YouTube/Helena Manguerra)

Diese Krankheit klingt eigentlich zu unglaublich, um wahr zu sein. Doch sie ist es - leider. Whitney Weldon, 23 Jahre alt, aus New Jersey (USA) wird irgendwann daran sterben. Sie leidet am "Stone Man Syndrom", in medizinischen Fachkreisen auch Fibrodysplasia ossificans progressiva genannt.

Frau wird zu Stein: Whitney Weldon wachsen immer neue Knochen

Als Folge davon wachsen der 23-Jährigen immer neue Knochen, wie "oe24.at" berichtet. Muskeln und Sehnen verwandeln sich mehr und mehr in Knochen, so dass Weldon - je älter sie wird - immer neue Knochen in ihrem Körper trägt. Das führt zu erheblichen Beeinträchtigungen, denn die Knochen können andere Körperteile und Organe blockieren, so dass sich die junge Frau nicht mehr bewegen kann.

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War Whitney vor einigen Jahren noch in der Lage, selbstständig zu laufen und ein weitgehend normales Leben zu führen, kann sie sich mittlerweile nur noch im Rollstuhl fortbewegen. Arme, Beine und Kopf sind in der Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Doch ihr Leben hat die 23-jährige Amerikanerin noch längst nicht aufgegeben.

Trotz allmählicher Versteinerung: Weldon geht sogar zur Uni

"Ich versuche, positiv zu bleiben, und denke nicht daran, dass mein Körper versteinert", wird sie bei "oe24.at" zitiert. Sie versuche, so oft wie möglich mit ihren Freunden auszugehen und Spaß zu haben - wie jede andere Frau in ihrem Alter. Seitdem sie neun Jahre alt ist, weiß Whitney um ihre Krankheit. Schon mit 13 konnte sie ihren Kopf nicht mehr bewegen.

Obwohl die Einschränkungen mit der Zeit immer schlimmer wurden, nahm sie 2011 ein Studium an der Georgetown-Universität auf. Zu diesem Zeitpunkt konnte sie ihre Arme bereits nicht mehr bewegen. Mit einem eigenen Forschungsfonds, dem Weldon FOP Research Fund, will sie anderen Betroffenen helfen und Mut machen.

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zij/news.de

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