23.06.2015, 16.25 Uhr

Gesundheitsgefährdende Mode: Hautenge Jeans verursachen Krankenhausaufenthalt

Wer stets modisch gekleidet und super gestylt auftreten möchte, kommt an ihnen nicht vorbei: Skinny Jeans, die hautengen Beinkleider, rangieren auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Doch die knallengen Hosen können zu einer echten Gesundheitsgefahr werden - eine Frau aus Australien brachten ihre Skinny Jeans einen viertägigen Krankenhausaufenthalt ein.

Einige Menschen nehmen für ein perfektes Aussehen und einen durchgestylten Look so allerhand auf sich. Ramponierte Füße durch schwindelerregend hohe Highheels dürften ein gutes Beispiel dafür sein, wie so manches Fashion Victim für die Schönheit leidet. Doch offenbar sind die Absatzschuhe nicht das einzige Gesundheitsrisiko im Kleiderschrank: Auch die sogenannten Skinny Jeans, die hautengen Hosen, die sich seit Jahren großer Beliebtheit bei modebewussten Zeitgenossen erfreuen, können sich zu einer echten Gesudnheitsgefahr entwickeln. Jüngstes Beispiel dafür ist eine 35-jährige, namentlich nicht genannte Frau aus Australien, von der die britische "Daily Mail" unter Berufung auf einen Bericht im medizinischen Fachblatt "Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry" berichtet.

Ihre hautengen Jeans wurden einer 35-jährigen Australierin zum Verhängnis - sie musste für mehrere Tage ins Krankenhaus. Bild: Jens Kalaene / picture alliance / dpa

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Krankenhausaufenthalt wegen engen Jeans: Fallbericht aus Australien

Die junge Frau hatte offenbar eine Schwäche für hauteng anliegende Hosen, wie das Blatt schreibt - doch das Beinkleid war offenbar so eng, dass die Blutzufuhr in den Beinen regelrecht abgeschnürt wurde. Stundenlang lag die Frau unter großen Schmerzen auf dem Boden, bevor ihr Sanitäter zu Hilfe eilten. Die Hilfskräfte sahen keine andere Möglichkeit, die Frau aus der gesundheitsgefährenden Hose zu befreien, als die Schere anzusetzen und ihr das Kleidungsstück vom Leib zu schneiden.

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Zu lange in der Hocke: Skinny Jeans schnüren Blutzufuhr ab

 

Der Anlass für diese Beschwerden war ein Umzug, bei dem die 35-Jährige geholfen hatte, schreibt die "Daily Mail". Bekleidet mit den engen Hosen hatte die Australierin längere Zeit am Stück in der Hocke verbracht, als sie mit dem Ausräumen von Schränken beschäftigt war. Im Laufe des Tages wurden die Skinny Jeans für die Patientin immer enger und unbequemer, bis sie ein Taubheitsgefühl in den Füßen feststellte und Probleme beim Laufen bekam. Als die geschwächte Frau schließlich stürzte und nicht mehr ohne fremde Hilfe aufstehen konnte, dauerte es mehrere Stunden, bis ihr Rettungssanitäter zu Hilfe kamen.

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So gefährlich sind enge Jeans für die Gesundheit

Bei der Untersuchung im Krankenhaus zeigte sich das ganze Ausmaß der Schäden, die die engen Hosen verursacht hatten: Nervenbahnen und Oberschenkelmuskulatur waren durch die eng geschnittenen Hosen arg in Mitleidenschaft gezogen worden, zudem war die Knöchelmuskulatur der Patientin so geschwächt, dass sie nicht mehr alleine stehen konnte. Erst nach vier Tagen im Krankenhaus, angeschlossen an einen intravenösen Tropf, konnte die geschwächte Frau die Klinik wieder verlassen.

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Bislang war ein ähnlicher Fall den Medizinern nicht bekannt - Mediziner beobachteten zuvor lediglich, dass enge Männerhosen die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können und Nervenbahnen quetschen können. Wer die engen Hosen jetzt aus Angst um seine Gesundheit aus dem Kleiderschrank verbannen möchte, für den gibt es eine Entwarnung. Wer die engen Hosen nicht täglich, sondern nur gelegentlich trägt, riskiert keine bleibenden Schäden.

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loc/news.de

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