Von news.de-Volontärin Anne Geyer - 27.05.2015, 15.33 Uhr

Welt-MS-Tag: Multiple Sklerose: Krankheit der 1000 Gesichter

Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Nervensystems. Nervenstrukturen werden im Verlauf der Krankheit nach und nach zerstört. Die Folge sind Sehstörungen, Schmerzen und sogar Lähmungen. Frauen sind fast doppelt so häufig von der Krankheit betroffen wie Männer. Heilbar ist die Krankheit noch nicht, mit Medikamenten kann man den Verlauf aber abmildern.

Multiple Sklerose ist für viele eine rätselhafte Krankheit. Die meisten verbinden damit eine schnell voranschreitende Immobilität, die Lähmung des ganzen Körpers bis hin zum Tod. Tatsächlich gibt es für die Nervenkrankheit bisher keine Heilung, doch können die Symptome mit Medikamenten zumindest eingedämmt werden.

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Anzeichen für Multiple Sklerose richtig deuten Bild: dpa

Wie erkennt man Multiple Sklerose frühzeitig und wer ist betroffen?

In Deutschland leben 200.000 Menschen mit der Autoimmunkrankheit Masern-Impfung schützt indirekt auch vor anderen Krankheiten.

FOTOS: Pharmaforschung Vernachlässigte Krankheiten

Der Verlauf der Krankheit ist sehr unterschiedlich

Multiple Sklerose trägt den Beinamen "Die Krankheit mit den 1000 Gesichtern". Grund dafür sind die unzähligen Verlaufsformen. Während einige unter einem besonders schweren und schnellen Verlauf der Krankheit leiden, können andere Jahrzehnte ohne größere Einschränkungen mit der Krankheit leben. Grundsätzlich unterscheidet man den schubförmigen vom progressiven - also voranschreitenden - Verlauf.

Beim schubförmigen Verlauf treten Beschwerden in unregelmäßigen Abständen auf. Dadurch kann eine Erholungsphase eintreten, in der die Beschwerden dann abklingen oder zumindest wieder reduziert werden. An der Krankheit sterben heutzutage, dank einer guten medikmentösen Behandlung, kaum noch Patienten und dann nur Betroffene des sogenannten bösartigen Multiple-Sklerose-Verlaufs. Bei einem gutartigen Verlauf können Patienten Jahrzehnte ohne weitere Einschränkungen leben.

Bei einem progressiven Krankheitsverlauf gibt es keine Schübe, sondern nur eine Steigerung der Beschwerden. Das bedeutet aber nicht gleich, dass dieser Verlauf der schwerwiegendste ist. Auch hier gilt: Die Krankheit verläuft von Patient zu Patient unterschiedlich. Zwischen dem schubförmigen und dem progressiven Verlauf gibt es zudem noch zahlreiche Abstufungen.

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