18.05.2015, 14.30 Uhr

Parasit im Auge: Amöbe frisst sich durch Hornhaut einer Studentin

Das hätte im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen können: Die Studentin Jess Greaney handelte sich durch verunreinigte Kontaktlinsen eine Amöbe ein, die sich durch ihre Hornhaut fraß. Die Rettung kam für die junge Frau zum Glück rechtzeitig.

Beim Umgang mit Kontaktlinsen ist die Hygiene oberstes Gebot. Bild: Vladimir Voronin - Fotolia.com

Kontaktlinsen-Träger sollten an dieser dieser Stelle besser nicht weiterlesen oder sich eine Brille besorgen. Denn die 19-jährige Studentin Jess Greaney aus Birmingham hat ihren Linsen ein richtig fiese Infektion zu verdanken. Als ihr linkes Auge plötzlich anfing zu schmerzen und rot anlief, suchte die junge Frau einen Arzt auf und der hatte eine wahrlich ekelerregende Diagnose für sie.

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Amöbe befällt Auge und frisst sich durch die Hornhaut

Wie der "Mirror" berichtet, war Jess Greaney an Acanthamoeba-Keratitis erkrankt. Dabei handelt es sich um eine Amöbe, die das Auge der Studentin befallen hatte. Offenbar war sie durch Leitungswasser, mit dem Greaney ihre Linsen verunreinigt hatte, ins Auge geraten und hatte sich dort durch die Hornhaut gefressen. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch gefährlich.

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Parasitenbefall kann bis zur Erblindung führen

Denn im schlimmsten Fall kann sich das Tier bis zum Rückenmark durchbeißen und dort bleibende Schäden anrichten. Bei Jess Greaney konnte die Krankheit glücklicherweise frühzeitig erkannt und behandelt werden - auch ohne Operation. Andere kommen nicht so glimpflich davon. Eine Hornhauttransplantation kann nötig werden. Im Extremfall kommt es zur Erblindung.

Kontaktlinsen-Hygiene: Bloß kein Leitungswasser!

Jess Greaney geht es mittlerweile wieder so gut, dass sie zurück an der Universität ist. Sie warnt nun in einer Facebook-Gruppe vor dem Parasiten, unter dem sie wochenlang litt. Um einer Entzündung zu entgehen, sollten Kontaktlinsen nicht mit Leitungswasser in Berührung kommen. Das gilt auch für Behälter mit Linsenreinigungslösung.

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zij/news.de

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