18.04.2015, 13.11 Uhr

Mädchen (2) an Hirntumor gestorben: Eltern lassen Tochter einfrieren, bis es Heilung gibt

Es klingt wie ein Science-Fiction-Drehbuch, doch der Fall der zweijährigen Matheryn Naovaratpong aus Thailand ist tatsächlich passiert. Das kleine Mädchen starb vor drei Monaten an einem bösartigen Hirntumor. Doch ihre Eltern wollen sich mit dem Tod ihres Kindes nicht abfinden - und ließen ihre Tochter kryogenisch einfrieren, bis es eines Tages eine Therapie gegen Matheryns Krankheit gibt.

Die kleine Matheryn Naovaratpong hat in ihrem jungen Leben einiges durchmachen müssen: Im Alter von nur zwei Jahren starb das Mädchen aus Thailand an einem elf Zentimeter großen Ependymoblastom, also einem Hirntumor, der bösartig ist, trotz Behandlung immer wieder wächst und vor allem bei sehr jungen Patienten auftritt. Zwölf Hirnoperationen und unzählige Chemotherapien und Bestrahlungen musste die Kleine über sich ergehen lassen, doch der Krebs war stärker: Im vergangenen Januar starb Matheryn Naovaratpong in ihrer Heimat Thailand.

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Zweijährige Krebspatientin wird eingefroren, bis es eine Therapie gibt

Doch ihre Eltern wollen sich nicht damit abfinden, dass es momentan noch keine wirksame Behandlung für ein Ependymoblastom gibt. Kurzerhand entschlossen sie sich dazu, ihre Tochter kryogenisch einfrieren zu lassen - und ihre Tochter erst dann wieder aus dem eisigen Zustand zu holen, wenn die Medizin so weit fortgeschritten ist, dass sich der bösartige Hirntumor ihres Kindes behandeln lässt, wie die britische "Daily Mail" berichtet.

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Matheryns Familie hofft auf einen Durchbruch in der Wissenschaft

Damit ist die kleine Matheryn Naovaratpong der offiziell jüngste Mensch, der kryogenisch eingefroren wurde. In einer Einrichtung im US-Bundesstaat Arizona wurde der Körper der Zweijährigen eingefroren.

Selbst wenn es weit hergeholt klingen mag: Matheryns Familie glaubt fest daran, dass es eines Tages eine Behandlungsmöglichkeit für ihre Tochter gibt und diese gesund weiterleben kann. Wenn das nicht glücken sollte, möchte Matheryns Familie der Wissenschaft helfen - und den Körper und das Gehirn des kleinen Mädchens für Forschungszwecke konservieren.

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Ursprünglich sollte Matheryn nach der Krebsdiagnose von Thailand in die USA geflogen werden, um kryogenisch eingefroren zu werden - doch das krebskranke Kind war zu schwach, um die anstrengende Flugreise zu überstehen. Vor dem geplanten Flug verstarb das Mädchen am 8. Januar in Bangkok und wurde anschließend zur kryogenischen Konservierung in die USA gebracht.

VIDEO: Der Hirntumor

Nach dem Tod tiefgekühlt: So funktioniert Kryonik

Um einen Körper bei Minusgraden zu konservieren, wird er in ein Eisbett gelegt, bevor das Herz mit einer Herz-Lungen-Maschine wieder künstlich zum Schlagen gebracht wird. Zudem wird Angaben der "Daily Mail" zufolge das Blut durch eine Art Frostschutzmittel ausgetauscht. Schritt für Schritt werde der Körper auf -196 Grad Celsius heruntergekühlt.

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loc/boi/news.de

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