Grippewelle 2015: Leichte Erkältung oder echte Grippe? Das müssen Sie wissen

Aus Angst vor einem kleinen Piekser lassen sich viele Menschen oftmals nicht gegen die Grippe impfen. Dabei kann eine Grippeschutzimpfung tatsächlich ihr Leben retten. Es herrscht also Aufklärungsbedarf in deutschen Haushalten. Infos zur Grippewelle 2015, Grippe-Symptomen, Grippeschutzimpfung, Nebenwirkungen finden Sie hier.

Die Symptome einer echten Grippe sollte man kennen. Bild: iStock

Es ist nicht leicht, als Laie eine Erkältung von einer echten Grippe zu unterscheiden. Bei der echten Grippe handelt es sich um eine Infektion mit dem sogenannten Influenza-Virus. Dieser dringt über die Schleimhaut der Atemwege, des Mundes oder der Augen in den Körper ein. Möglich sind daher Tröpfchen-, Schmier- und Kontaktinfektionen.

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Grippewelle 2015: Grippe oder Erkältung - Symptome

Die echte Grippe und der grippale Infekt, also eine Erkältung, haben durchaus ähnliche Symptome. Sie unterscheiden sich jedoch im Verlauf und in der Schwere der Krankheit. Eine echte Grippe startet mit plötzlichem Fieber mit einer Temperatur von über 38,5 Grad Celsius, Halsschmerzen, trockenem Husten, Schüttelfrost sowie Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen. Im Gegensatz zu einer Erkältung ist eine Grippe keine harmlose Erkrankung und kann im schlimmsten Fall zum Tod führen. Bei einer Grippe sollte man lieber auf Hausmittel verzichten und besser sofort zum Arzt gehen.

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Grippewelle 2015: Grippeimpfung notwendig - ja oder nein?

Der Grippeimpfstoff dieser Saison wirkt offenbar nicht optimal. Bei einem der drei derzeit zirkulierenden Virentypen müsse mit einer schwächeren Wirksamkeit gerechnet werden, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) auf Anfrage mit. Dieser A(H3N2)-Typ sei für gewöhnlich besonders stark verbreitet. Die Einschätzung der Experten beruhe auf Daten aus den USA und mehreren europäischen Ländern - darunter auch Deutschland. Da die Impfstoffe aber vor den anderen Viren schützten, werde eine Immunisierung trotzdem empfohlen.

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Wieso wirkt der Grippeimpfstoff 2015 nicht so gut?

Die Grippeviren unterliegen einer ständigen genetischen Veränderung, wie ein RKI-Experte erklärte. Daher werde auch die Zusammensetzung des Impfstoffes jedes Jahr neu geprüft. Die Untersuchung der bislang zirkulierenden Viren zeigte aber, dass der Impfstoff nicht optimal zu den Viren des Typs A(H3N2) passe. Genauer gesagt muss gewöhnlich das im Impfstoff enthaltene Eiweiß mit dem Oberflächeneiweiß des Erregers übereinstimmen.

Auch die Weltgesundheitsorganisation in Genf bestätigte, dass sich Unterschiede zwischen Impfstoff und Erreger des Subtyps andeuteten. Die Infektions-Zahlen seien in Europa zwar gestiegen, blieben aber dennoch niedrig.

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Nebenwirkungen der Grippeschutzimpfung

Trotz Impfung kann man an Grippe erkranken. Denn auch diese bietet keinen 100-prozentigen Schutz. Außerdem können Nebenwirkungen durch den Impfstoff auftreten. Bei ungefähr 13 Prozent aller gegen Grippe geimpften Personen können Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle sowie Fieber, Gliederschmerzen und Mattigkeit auftreten. Da der Impfstoff auf der Basis von Hühnereiweiß hergestellt wird, könnte es zu einer Allergie gegen das Protein kommen.

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fro/sam/news.de/dpa

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