04.12.2014, 14.29 Uhr

HIV-positiv oder nicht?: Ein einziger AIDS-Test gibt nie 100 Prozent Sicherheit!

In punkto HIV-Erkrankung und AIDS besteht auch im 21. Jahrhundert großer Aufklärungsbedarf. Der aktuelle Stand der Forschung besagt, dass Betroffene bei sofortiger Erkennbarkeit des HI-Virus ein lebenswertes Leben führen können. Aber dennoch ist eine HIV-Erkrankung bis heute noch nicht heilbar.

Glück im Unglück haben mit dem HI-Virus infizierte Personen, die in weit entwickelten Ländern wie Deutschland leben. Denn hier können Arzneimittel verabreicht werden, die durch den HI-Virus ausgelöste Symptome über einen langen Zeitraum hinweg unterdrücken.

Dieser Aufklärungsspot gegen AIDS ist so nackt, dass Sie es nicht glauben werden!

In Deutschland kann jeder kostenlos und anonym einen HIV-Test durchführen lassen - doch ein Test alleine bringt noch keine hundertprozentige Sicherheit. Bild: picture alliance / dpa / Oliver Berg

Die meisten HIV-Infizierten erhalten nicht die lebenswichtige medizinische Versorgung

Allerdings ist der Zugang zu einer derartigen kostenintensiven Therapie nicht der Regelfall. Ein Großteil der etwa 35 Millionen Infizierten (gemäß Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO) erhält die lebensnotwendigen Medikamente nicht. Noch risikobehafteter ist die Tatsache, dass über die Hälfte aller Betroffenen gar nicht über die Erkrankung informiert ist. In diesen Fällen reduzieren sich die Chancen auf medizinische Unterstützung auf ein Minimum.

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FOTOS: Aids Stars mit HIV

Hierzulande erhält jeder Interessent die Gelegenheit, sich unentgeltlich und anonym einem HIV-Test zu unterziehen. Derzeit geht das Robert-Koch-Institut in Deutschland von ungefähr 80.000 Menschen aus, die an HIV erkrankt sind. Trotz Safer Sex, AIDS-Tests und Aufklärungs-Initiativen wie stark-gegen-aids.de erhöht sich die Quote pro Jahr auf etwa 3.000 neue Fälle.

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Zwei unabhängige Tests geben endgültig Aufschluss

Um eine HIV-Erkrankung festzustellen, werden hierzulande Suchtests sowie Bestätigungstests durchgeführt. Zu Beginn wird Interessenten Blut abgenommen, das daraufhin in ein Labor geschickt wird. Anschließend wird der Test nach dem sogenannten Elisa-Verfahren (enzyme-linked immunosorbent assay) durchgeführt. Dieser Suchtest verfolgt das Ziel, all die Personen aus einer bestimmten Gruppe herauszufiltern, die – in diesem Fall – über Antikörper gegen HIV verfügen. Ist eine Person infiziert, führt der Test mit einer Wahrscheinlichkeit 99,7 Prozent zu einem positiven Resultat. Dementsprechend ist die Wahrscheinlichkeit – die Sensitivität des Tests – sehr hoch.

FOTOS: Wiener Life Ball In sexy Outfits gegen AIDS
zurück Weiter Schrill, bunt und mit viel Glitzer präsentierten sich die Gäste des Life Ball 2013 in Wien. (Foto) Foto: picture alliance/dpa Kamera

Da dieser Suchtest dennoch keine 100%ig sichere Auskunft gibt, wird bei positivem Suchtest ein weiterer Test – der Bestätigungstest – durchgeführt. Dieser relativ aufwendige Western-Blot-Test wird genutzt, um falsch-positive Ergebnisse auszuschließen. Erhalten Betroffene nach beiden Testverfahren die Mitteilung, mit dem HI-Virus infiziert zu sein, reduziert sich die Chance auf einen Irrtum auf ein Minimum. In diesem Fall sollten sich Betroffene unbedingt an eine Anlaufstelle für HIV-Erkrankte wenden.

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