Von news.de-Redakteurin Juliane Ziegengeist - 19.11.2014, 08.00 Uhr

Zum Welttoilettentag 2014: Ekel-Alarm! Warum die Klobrille unser kleinstes Problem ist

Ob an Tankstellen, auf Bahnhöfen oder in Clubs: Den Gang auf eine öffentliche Toilette tritt wohl keiner allzu gern an. Denn selten wirken diese besonders hygienisch. Deswegen wird die Klobrille gerne mit reichlich Papier ausgelegt. Dabei lauern die Keime woanders.

Welttoilettentag 2014: Die Klobrille mit reichlich Papier ummanteln - das muss nicht sein! Bild: news.de-Screenshot (Instagram/rbuggi3)

Heute ist offizieller Welttoilettentag! Ja, Sie haben richtig gelesen, die Toilette hat tatsächlich ihren eigenen Feiertag. Was zunächst skurril klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Die UN hat diesen Tag ins Leben gerufen, um auf die vielerorts noch immer mangelhafte sanitäre Versorgung aufmerksam zu machen. Demnach haben weltweit mehr als 2,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu ausreichender Sanitärversorgung.

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Hinsetzen - ja oder nein? Der Kampf auf der öffentlichen Toilette

Im Vergleich dazu haben wir eigentlich keinen Grund zum Klagen. Doch auch hierzulande sind vor allem öffentliche WCs oft weder besonders hygienisch noch appetitlich. Da wird das stille Örtchen zum Herd für Keime und Bakterien. Und unsereins überlegt sich, wie er dort unbeschadet wieder herauskommt. Um sich ja nicht auf die blanke Klobrille setzen zu müssen, wird manch einer erfinderisch.

FOTOS: Toilettentag Klos aus aller Welt

Not macht erfinderisch: Einweg-Brillen-Bezüge zum hygienischen Schutz

Während die meisten Männer ihr Geschäft wohl im Stehen verrichten und damit jeglichem Kontakt mit potenziell verseuchter Armatur aus dem Weg gehen, haben es Frauen da schon schwerer. Da hilft nur tonnenweise Klopapier, dass feinsäuberlich auf der Klobrille drappiert wird, oder Einweg-Brillen-Bezüge, wie sie selbst Fußball-Star David Beckham mit sich herumschleppt. Doch eigentlich bräuchten wir uns die Umstände gar nicht zu machen.

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Welttoilettentag 2014: Die meisten Keime lauern in der Luft

Denn die wirkliche Gefahr lauert in der Toilette nicht auf der Klobrille, sondern in der Luft! Verantwortlich dafür ist die Toilettenspülung. Sie katapultiert pro Spülgang etwa 25.000 Viren und 600.000 Bakterien durch winzig kleine Wassertröpfchen in die Luft. Doch auch hier muss keine Panik aufkommen. Denn für gesunde Menschen bergen diese in der Regel kein Risiko - genauso wenig wie die Keime auf der Klobrille.

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Warum das Auslegen der Klobrille mit Papier überflüssig ist

Hier fungiert die eigene Haut als natürliche Schutzbarriere. Dass Keime vom Oberschenkel weiter wandern, stimmt dabei nicht. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge ist das Nicht-Hinsetzen oder Präparieren der Toilette folglich völlig überflüssig. Weitaus wichtiger ist es, seine Hände zu waschen. Denn anders als die Oberschenkel kommen diese mit Mund, Augen und Lebensmitteln in Kontakt und sind so ideale Krankheitsüberträger.

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Hände mit Wasser und Seife waschen ist das oberste Gebot nach dem Toilettengang. Bild: dpa

Hände waschen nicht vergessen - mit Wasser UND Seife

Die Keime von Klospülung und Türklinke also gründlich mit Wasser und (!) Seife abwaschen und mit den frisch gereinigten Händen im WC nichts mehr anfassen. Damit ist man auf der sicheren Seite. So einfach das ist, so wenige tun es jedoch. Denn nur ein Drittel der Klobenutzer reinigt dei Hände mit Wasser und Seife, ein weiteres Drittel nur mit Wasser. Überlegen Sie sich daher besser genau, wem Sie die Hand geben...

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zij/news.de

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