Alzheimer-Studie: Deshalb erkranken launische Frauen häufiger an Demenz!

Neid und Angst sind keine guten Ratgeber. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass sie sogar das Risiko für Demenz erhöhen könnten. Das hat mehrere Ursachen.

Neidische, launische und auch ansonsten unausgeglichene Frauen haben ein erhöhtes Risiko für Alzheimer und andere Demenzerkrankungen. Dies berichten Wissenschaftler der Universität Göteborg in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift «Neurology».

Diese Stars sind an Alzheimer erkrankt.

Naomi Jacobs konnte es nicht glauben, dass sie im Jahre 2008 erwacht war. Bild: Jens Kalaene/dpa

Frauen auf persönliches Ausmaß an Neurotizismus untersucht

Für die Untersuchung beobachtete das Team um Lena Johansson 800 Frauen über einen Zeitraum von 38 Jahren und ermittelte mit Hilfe verschiedener Fragen ihr Ausmaß an Neurotizismus sowie ihre Intro- und Extrovertiertheit. Neurotizismus schließt Charakterzüge wie Neid, Launenhaftigkeit, Reizbarkeit, Neigung zu Nervosität und Anfälligkeit für Stress ein. Neurotische Menschen neigen eher zu Wutanfällen, Ängstlichkeit und Depressionen.

Fakten zur Alzheimer-Krankheit
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Zahl der Demenz-Kranken steigt bedrohlich!

Wissenschaftler stellen Zusammenhang zwischen Launen und Demenz fest

Insgesamt erkrankten 153 der untersuchten Frauen an Demenz, darunter 104 an Morbus Alzheimer. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Frauen, die sich in den Tests als sehr neurotisch zeigten, doppelt so häufig eine Demenz bekamen wie diejenigen, die hier sehr niedrige Werte hatten. Allerdings hing ersteres auch davon ab, ob die Frauen über einen längeren Zeitraum hinweg Stress ausgesetzt waren.

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Neurotizismus und Introvertiertheit - keine gute Kombination!

Intro- und Extrovertiertheit alleine schienen das Risiko für Demenz nicht zu erhöhen. Frauen, die jedoch hohe Neurotizismuswerte hatten und introvertiert waren, wiesen in der Studie das höchste Alzheimer-Risiko auf. Von 63 dieser Probandinnen erkrankten 16 (25 Prozent) an Alzheimer. Dagegen erkrankten 8 von 64 Frauen (13 Prozent), die extrovertiert und weniger neurotisch waren.

FOTOS: Alzheimer Vom Rampenlicht in die Vergessenheit
zurück Weiter Ende Januar 2012 wurde öffentlich bekannt, dass Assauer an Alzheimer erkrankt ist. (Foto) Foto: dpa/Foto: Ingo Wagner Kamera

Anderer Lebensstil und Veränderungen im Gehirn begünstigen Alzheimer

Für ihre Ergebnisse gibt es den Wissenschaftlern zufolge mehrere mögliche Erklärungen: So könne die Persönlichkeit eines Menschen seine Gewohnheiten und damit das Demenzrisiko beeinflussen, schreiben sie. Weniger neurotische Menschen hätten oft einen gesünderen Lebensstil.

Ein zweiter möglicher Grund sei, dass sowohl Neurotizismus als auch Stress für Veränderungen im Hippocampus verantwortlich gemacht werden. Schäden am Hippocampus beeinflussen Lernen, Erkennen und die Gedächtnisleistung. Eine dritte Erklärung sei, dass Neurotizismus mit einer Zunahme von sogenannten neurofibrillären Bündeln einhergehe - also alzheimertypischen Strukturveränderungen im Gehirn.

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