Von news.de-Redakteurin Franziska Obst - 03.09.2014, 09.09 Uhr

Mythos oder Wahrheit: Auf den Mund - Popel sind gesund!

Popeln ist ein gesellschaftliches Tabu-Thema. Kinder tun es ungeniert, doch für Erwachsene schickt es sich nicht, mit dem Finger in der Nase zu bohren. Wer dann auch noch das «Nasengold» verspeist, hat ganz verloren. Dabei ist Popeln doch sogar gesund, oder?

Gesundheitsmythen im Check
Mythos oder Wahrheit?
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Kinder tun es ganz ungeniert, so mancher Erwachsener tut es noch immer heimlich und wieder andere finden es einfach nur eklig: die Rede ist vom Popeln. Mit fadenscheinigen Ermahnungen probieren Eltern bereits seit vielen Jahren, dem Nachwuchs den Finger in der Nase auszutreiben. «Davon bekommst du Nasenbluten», «Das macht deine Nasenlöcher ganz groß» oder das schlichte «Hör bitte auf damit, das sieht nicht schön aus» sind nur drei der zahlreichen Sätze, die Mama und Papa den Kindern immer wieder vorbeten. Doch glaubt man dem kanadischen Professor Scott Napper, so hätten sich die Eltern ihre mahnenden Worte schenken können.

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Wie gesund ist es, in der Nase zu bohren und die Popel zu essen? Bild: dpa

Wer seine Popel isst, stärkt sein Immunsystem

Denn der Biochemiker vertritt die Auffassung, Popeln stärke das Immunsystem. Besser gesagt: seine Popel zu essen, stärke das Immunsystem. Denn in dem getrockneten Nasensekret befinden sich Millionen Keime und Bakterien, welche unser Immunsystem ankurbeln würden, wenn wir sie verzehren. «Aus evolutionärer Sicht haben wir uns unter sehr schmutzigen Bedingungen entwickelt. Und vielleicht wirkt sich unser Verlangen, unsere Umwelt immer steril zu halten, nicht unbedingt positiv für uns aus», erklärte Napper dem Nachrichtenportal CBC news.

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