22.07.2014, 11.13 Uhr

Medizinische Kuriosität: Diese Diagnose werden Sie nicht für möglich halten!

Heftige Bauchschmerzen und blutiger Urin trieben einen Mann aus China zum Arzt. Doch die Diagnose, die die Ärzte stellten, brachte die große Überraschung: Der Mann hatte eine Monatsblutung - und war in Wirklichkeit eine Frau!

In den Krankenhäusern und Notaufnahmen dieser Welt erleben Mediziner allerlei kuriose Fälle: Von einem Aal, der sich im Hinterteil eines Patienten verkeilt hat, über Sexspielzeug, das aus unerfindlichen Gründen in die falsche Körperöffnung gelangt ist, gibt es zahlreiche Begebenheiten, die den Ärzten entweder ein Schmunzeln oder das blanke Entsetzen ins Gesicht treiben. Ähnlich dürfte es auch im Krankenhaus des chinesischen Yongkang gewesen sein, als sich ein Patient mit starken Bauchschmerzen und Blut im Urin in Behandlung begab.

Schockdiagnose beim Arzt: Ein 44-jähriger Chinese wusste zeitlebens nicht, dass er in Wirklichkeit eine Frau ist. Bild: iStock

Schockdiagnose für 44-jährigen Chinesen

Doch nicht etwa Nierenprobleme, ein Harnwegsinfekt oder eine Erkrankung der Prostata waren der Grund für die quälenden Schmerzen des 44-jährigen Mannes. Nach einigen Tests stellten die Mediziner nämlich eine gänzlich andere Diagnose: Der männliche Patient hatte eine Monatsblutung! Nach eingehenden Untersuchungen stellten die Ärzte fest, dass der Patient einen Uterus und Eierstöcke besitzt und damit biologisch gesehen eine Frau ist. Rein äußerlich jedoch sah der Patient eindeutig wie ein Mann aus - und lebte die vergangenen 44 Jahre seines Lebens als ein solcher, ohne sich seiner eigentlichen Identität bewusst zu sein.

FOTOS: Hilfe ohne Arztbesuch Die Wehwehchen-Praxis

AGS-Patient lebte mit Eierstöcken und funktionierendem Penis

Einen Namen hat die Diagnose des Patienten ebenfalls: Mediziner bezeichnen die Erkrankung als adrenogenitales Syndrom. Eine Fehlfunktion im Hormonhaushalt ist Schuld daran, dass der Körper zu wenig Kortisol produziert und dadurch übermäßig viele männliche Geschlechtshormone gebildet werden. Deshalb erscheinen als Mädchen geborene Patienten rein äußerlich als männlich. Das war auch bei dem chinesischen Patienten der Fall.

Zudem besitzt der Patient einen deformierten Penis, so dass erst durch einen Bluttest zweifelsfrei belegt werden konnte, dass er in Wirklichkeit eine Frau ist. Wie die chinesische Tageszeitung Global Times berichtete, habe der Patient allerdings in den vergangenen Jahren ein erfülltes Sexleben mit seiner Ehefrau geführt, mit der er seit zehn Jahren verheiratet sei.

So kann das Adrenogenitale Syndrom (AGS) behandelt werden

Wird das adrenogenitale Syndrom frühzeitig erkannt, ist eine lebenslange hormonelle Therapie nötig, um Vermännlichung bei Mädchen beziehungsweise eine vorzeitige Pubertät bei Jungen Einhalt zu gebieten. Im Fall des chinesischen Patienten ist eine Behandlung jedoch schwierig - immerhin bekam er seine Diagnose erst im Alter von 44 Jahren, was die Therapieaussichten deutlich trübt.

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loc/zij/news.de

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