18.07.2014, 10.41 Uhr

Medizinisches Wunder: Die kleine Tessa lebt ohne Nase

Hätten Grainne und Nathan Evans auf die Ärzte gehört, wäre ihre Tochter Tessa nicht am Leben. Das Mädchen leidet unter Arhinie, hat keine Nase. Mit ihrer Entscheidung, das Kind nicht abzutreiben, straften die Eltern ihre Ärzte Lügen.

Es ist der Alptraum werdender Eltern: Wenn die Ärzte feststellen, dass das ungeborene Kind behindert ist, und deshalb zur Abtreibung raten. Genau das ist Grainne und Nathan Evans aus Irlan passiert. Bei ihrem Baby wurde Arhinie festgestellt, eine seltene Behinderung, von der weltweit nur 47 Fälle dokumentiert sind, wie huffingtonpost.de schreibt.

Leben ohne Nase: Tessa leidet unter Arhinie

Dementsprechend rar sind verlässliche Informationen über die Krankheit, bei der Menschen keine Nase haben. Und wie sich im Falle von Familie Evans herausstellte, sind viele davon zudem völlig falsch. Denn ihre mittlerweile 18 Monate alte Tochter Tessa ist der beste Beweis dafür, dass man auch mit Arhinie lebensfähig und lebhaft sein kann.

Ein Baby überlebt Abtreibung und Fehlgeburt - lesen Sie die unglaubliche Geschichte hier!

Gegen den Rat der Ärzte hatten sich Grainne und Nathan Evans gegen eine Abtreibung entschieden - zum Glück. Ärztemeinungen, erkrankte Babys hätten schwache geistige und körperliche Fähigkeiten, können sie nicht bestätigen. Zwar hat Tessa wegen ihrer fehlenden Nase auch Sehprobleme. Dennoch ist sie ein aufgewecktes und fröhliches Kind, wie Videos im Internet zeigen.

VIDEO: Baby ohne Nase geboren
Video: YouTube/Caters News

Nasen-Prothese soll Tessa helfen, Eltern sammeln Geld

Mit ihnen wollen die Eltern anderen Betroffenen Mut machen. Zwar hat Tessa bereits eine misslungene Operation hinter sich. Im Alter von elf Monaten wurde ihr linkes Augen behandelt, um die Sehkraft wiederherzustellen - ohne Erfolg. Doch auf dem rechten Auge kann die Kleine gut sehen. Bald soll sie eine Nasen-Prothese bekommen.

Um die Kosten zu decken, die der Familie dadurch entstehen, bitten Grainne und Nathan Evans im Internet um Spenden. «Tessa verdient es, zu leben!» heißt die Fundraiser-Aktion. Bisher sind laut huffingtonpost.de umgerechnet bereits 2.600 Euro zusammengekommen. Sie werden Tessa hoffentlich helfen, den Grundstein für eine unberschwerte Kindheit zu legen.

FOTOS: Pharmaforschung Vernachlässigte Krankheiten

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

zij/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser