Von news.de-Redakteurin Franziska Obst - 09.07.2014, 09.45 Uhr

Mythos oder Wahrheit: Diese drei Erziehungs-Mythen sind echter Bullshit

Kindererziehung ist ein heikles Thema und nahezu jeder im Umfeld der Eltern gibt seinen Senf dazu: die Großeltern, befreundete Paare und sogar die Bekannten, die keine Kinder haben. Wir verraten Ihnen, welchen drei Erziehungs-Mythen Sie keinesfalls Glauben schenken sollten.

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Mythos oder Wahrheit?
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Kennen Sie den Spruch «Wenn Du keine Ahnung hast wie du dein Kind erziehen sollst, frage Leute, die keine haben, die wissen das.» Klingt merkwürdig, ist aber so. Die Eltern unter Ihnen werden gerade heftig mit dem Kopf nicken. Denn auch wenn die Erziehung der eigenen Kinder eigentlich Mama und Papa vorbehalten sein sollte, fühlen sich Familie und Freunde der Eltern immer wieder dazu bewogen, hilfreiche Tipps zu geben - was ja per se nicht zwangsweise etwas schlechtes sein muss. Schließlich sind die Eltern gerade beim ersten Kind noch etwas unbeholfen und über eine Zweitmeinung zu Wickeln, Stillen, Baden und Co. sicher nicht böse.

Schwierig wird es allerdings, wenn die Tipps verstaubte Ansichten und Erziehungsmethoden wiederkäuen, obwohl sich inzwischen herausgestellt hat, dass nicht jede Erziehungsmaßnahme aus früheren Zeiten tatsächlich das Beste für den neuen Erdenbürger ist.

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Erziehungs-Mythos Nummer 1: Schreien kräftigt die Lunge

Über Generationen hinweg wurde der Aberglaube, Schreien würde die Lunge des Babys stärken, weitergegeben. Dabei konnten Wissenschaftler in keiner einzigen Studie nachweisen, dass es einen positiven Effekt auf die Lunge des Sprösslings hat, wenn dieser sich ständig verausgabt. Ganz im Gegenteil. Durch das Geschrei äußert das Baby, welches sich noch nicht anders verständigen kann, seine Bedürfnisse - schließlich schreit es nicht ohne Grund.

Meist stecken Hunger, Unwohlsein, Einsamkeit oder andere Gründe dahinter. Herauszufinden, welcher genau, ist Aufgabe der Eltern. Kommen Mama und Papa dieser Aufgabe nicht nach, schaden sie mitunter der Psyche des Nachwuchses. Denn ihm wird vermittelt: Ich bin allein. Meine Bedürfnisse werden ignoriert.

FOTOS: Babybildung Sicher durchs erste Jahr

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