04.06.2014, 09.01 Uhr

Warnsignal hoher Puls: Behalten Sie Ihre Herzfrequenz im Blick!

Die eigenen Blutdruckwerte kennt fast jeder - doch wie sieht es mit der Pulsfrequenz aus? Dieser Wert ist nicht nur für Sportler relevant, denn ein gesteigerter Ruhepuls stellt laut einer Langzeitstudie aus Dänemark ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar. Daher sollte beim ärztlichen Check-up auch der Puls und damit die Herzfrequenz regelmäßig gemessen werden.

Dass ein stabiler, ausgeglichener Blutdruck ernstzunehmenden Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vorbeugen kann, wissen die meisten. Doch ebenso wichtig ist es, die Pulsfrequenz ärztlich kontrollieren zu lassen - denn ist der Ruhepuls erhöht, steigt ebenfalls das Risiko, an einem Herz-Kreislauf-Leiden zu erkranken. Eine beschleunigte Herzfrequenz kann andernfalls zu Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) führen und Herzrhythmusstörungen sowie Herzinfarkte fördern.

Mit einer angepassten Lebensführung den Ruhepuls senken

Vor allem für Patienten, die an einer Koronaren Herzkrankheit (KHK) leiden, kann ein schneller Puls eine Gefahr darstellen. Dadurch sind nämlich Durchblutungsstörungen sowie schmerzhafte Angina-Pectoris-Beschwerden möglich. Diese machen sich durch Atemnot und Gefühle von Brustenge bemerkbar. Ein permanent erhöhter Puls kann bei Arteriosklerose-Patienten zudem zu einer mangelhaften Sauerstoffversorgung des Herzens und im schlimmsten Fall zum Herzinfarkt führen. Eine angepasste Lebensführung ist laut Dr. med. Norbert Smetak aus Kirchheim daher sehr zu empfehlen, da diese den Ruhepuls senken kann. Zudem sollte die Herzfrequenz regelmäßig gemessen werden, da ein langsamer Puls die lebensnotwendige Sauerstoffversorgung des Herzens verbessert. Dr. Norbert Smetak ist der Schirmherr der Initiative Pulsgesundund rät einer gesunden Ernährung, der Reduzierung von anregenden Substanzen wie Koffein und Teein, der Vermeidung von Nikotin sowie zu regelmäßigem Ausdauertraining (ungefähr zwei- bis dreimal für je 30 Minuten pro Woche).

Hohen Puls mit Medikamenten senken

Für Patienten, die an einer KHK oder Herzschwäche leiden, sind die oben genannten Maßnahmen allerdings oft nicht ausreichend. Der Kardiologe empfiehlt hierfür die zusätzliche Einnahme von modernen Medikamenten nach der Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Achten Sie auf Ihren Pulsschlag, messen Sie die Herzfrequenz

Die BEAUTIfUL-Studie belegt, dass ein Puls von 70 Schlägen pro Minute und höher ein gesteigertes Risiko für Herzerkrankungen darstellt. Die internationale Untersuchung bestätigte die positiven Auswirkungen einer Pulssenkung mit Medikamenten anhand der Daten von 11.000 KHK-Patienten. Laut dieser Untersuchung wirkt die Arznei auf den Taktgeber der Herzfrequenz und kann so den Pulsschlag minimieren. Auf die Schlagkraft des Herzens oder den Blutdruck hat dies keine Auswirkungen.

Fazit: Liegen Ihre Werte dauerhaft über 70 Schlägen pro Minute, ist es empfehlenswert, ihre Lebensweise anzupassen und gegebenenfalls eine medikamentöse Behandlung in Erwägung zu ziehen.

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loc/news.de/djd

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