Fragen Sie Experten am Telefon!: «Raucherhusten»: Was tun, wenn die Luft wegbleibt?

Stockender Atem, Luftnot, die Kehle wie zugeschnürt: Mehr als sechs Millionen Deutsche leiden an COPD («Raucherhusten»). Sie gehören dazu? Dann stellen Sie unseren Experten Ihre Fragen!

COPD heißt die nach heutigem Stand nicht heilbare «chronisch-obstruktive Lungenerkrankung». Betroffene nennen sie häufig «Raucherhusten», angesichts der zunehmenden Verengung der Atemwege bis zur Luftnot eine verharmlosende Bezeichnung.

In der Tat ist die Hauptursache für die Krankheit das Rauchen – und der Rauchstopp somit die beste Vorbeugung. Kurz vor dem diesjährigen Weltnichtrauchertag am 31. Mai unter dem Motto «Gesundheit auf der Kippe» informieren Lungenfachärzte am Lesertelefon über die COPD:

Was bedeutet es, mit der Krankheit zu leben? Wie schütze ich mich vor ihr und was kann ich als Angehöriger tun?

COPD: Eine Krankheit wie ein Schwelbrand

Zigarettenkonsum kann gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit haben, wenngleich dieser seit Jahrzehnten als täglicher Bestandteil der Gesellschaft akzeptiert wird. Erst in den letzten Jahren tragen rauchfreie Restaurants und Gesellschaftsräume zu sauberer Atemluft bei. Denn haben eingeatmete Schadstoffe wie Zigarettenrauch erst einmal begonnen, die Lunge zu schädigen und Entzündungen zu verursachen, kann das Fortschreiten einer COPD nicht mehr verhindert werden. Selbst ein sofortiger und konsequenter Rauchstopp vermag diesen Prozess lediglich zu verlangsamen, immer weniger Luft gelangt mit der Zeit in die Lunge. Ähnlich einem Schwelbrand greift die Krankheit um sich – mit der ständigen Gefahr eines akuten Aufflammens.

Solche akuten Krankheitsschübe nennen Mediziner Exazerbationen und vergleichen sie mit einem Herzinfarkt der Lunge, denn sie haben erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Gesundheitszustand und die Lebensqualität der Betroffenen. Die Infektionen erfordern häufig die Behandlung mit Antibiotika oder eine Einweisung ins Krankenhaus und oft erholen sich Betroffene nicht mehr vollständig davon. Dann droht die Krankheit zur Abwärtsspirale zu werden: Eine Exazerbation zieht weitere akute Verschlimmerungen nach sich, die dann immer dichter aufeinander folgen.

Meilensteine im Kampf gegen den blauen Dunst
Rauchen
zurück Weiter

1 von 10

COPD-Behandlung auf mehreren Ebenen

In den leichten Stadien der COPD werden gegen die akuten Krankheitszeichen wie Atemnot zunächst Medikamente in Sprayform eingesetzt, um die Atemwege zu weiten und das Atmen zu erleichtern. Die späten Stadien der Erkrankung hingegen erfordern weitere Maßnahmen: Zur Behandlung akuter Verschlimmerungen und zur Stabilisierung des Gesundheitszustands setzen Mediziner oft auf eine langfristige, antientzündliche Behandlung. Zudem werden Maßnahmen wie spezielle Atemtechniken, angemessene körperliche Bewegung und Ernährungsumstellungen in Betracht gezogen, die in ihrer Gesamtwirkung die Krankheit bremsen und mildern können.

Vorbeugen durch Rauchentwöhnung

Es liegt angesichts der Krankheitsursache auf der Hand: Ein Rauchstopp ist die wirksamste Vorbeugung gegen eine COPD. Doch Raucher wissen, dass diese Entwöhnung einer Herkulesaufgabe gleicht. Der Erfolgsdruck verursacht Stress – und der lässt viele gleich wieder zur Zigarette greifen. Wichtig sind Entwöhnungsprogramme, die auf den Rauchertyp zugeschnitten sind, die Angehörigen mit einbeziehen und selbst Rückschläge als Teil der Entwöhnung begreifen. Unterstützung finden Aufhörwillige zum Beispiel beim Lungenfacharzt.

Informationen zum Nulltarif am Lesertelefon

Alle Fragen zur COPD-Erkrankung und zur Rauchentwöhnung beantworten die Lungen-Experten am kostenfreien Lesertelefon:

Prof. Dr. med. Wolfgang Petro; Niedergelassener Lungenfacharzt, Medizinisches Versorgungszentrum im Gesundheitszentrum Salus, Bad Reichenhall

Dr. med. Hermann A. Trauth; Niedergelassener Lungenfacharzt, Praxis ErlenRingCenter, Marburg

Rufen Sie an! Am Donnerstag, den 22. Mai 2014 von 10 bis 17 Uhr. Der Anruf unter 0800 – 5 33 22 11 ist gebührenfrei!

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

FOTOS: Glimmstengel ade Die zehn besten Gründe Nichtraucher zu werden

fro/news.de/pr|nrw

Empfehlungen für den news.de-Leser