Von news.de-Redakteurin - 16.04.2014, 10.25 Uhr

Mythos oder Wahrheit: Die Salat-Lüge: So wenig Vitamine stecken wirklich drin!

Frische und vitaminreiche Kost ist der beste Weg, fit und gesund in die warme Jahreszeit zu starten. Deshalb greifen viele figurbewusste Mitbürger zu Salat, um sich eine schlanke Linie anzufuttern und möglichst viele Vitamine aufzunehmen. Doch ist Salat wirklich so eine Vitaminbombe, wie immer behauptet wird?

Wer zu jeder Gelegenheit massenweise grünen Salat futtert, um seinem Vitaminhaushalt etwas Gutes zu tun, hat sich gewiss noch nicht eingehender mit dem Vitamingehalt von Salat beschäftigt. Denn nicht etwa die gesunden Vitamine, sondern schlicht und ergreifend Wasser ist der Hauptbestandteil des blättrigen Grünzeugs. Nehmen wir den Kopfsalat – mehr als 95 Prozent des Gemüses sind Wasser.

So wenige Vitamine stecken wirklich im Salat

Da bleibt nur noch wenig Platz für Kalorien und Proteine – ersteres dürfte jeden figurbewussten Menschen freuen. Allerdings enthalten 100 Gramm Kopfsalat nur schlappe acht Milligramm Vitamin C. Immerhin benötigt der durchschnittliche Mensch mit rund 70 Milligramm knapp neun Mal so viel Vitamin C pro Tag und müsste damit fast ein Kilo Salat verputzen, um das empfohlene Level zu erreichen – das dürfte selbst die härtesten Salatfans ernüchtern.

Gesundheitsmythen im Check
Mythos oder Wahrheit?
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Vielleicht ist ja der Griff zum Eisbergsalat gesünder? Der Blick auf die Nährwerttabelle verrät das Gegenteil: 100 Gramm des knackigen Salats enthalten nur sieben Milligramm Vitamin C. Vielleicht lässt sich das ja durch weitere Zutaten aufmotzen? Wie wär's mit Tomaten? Die bringen immerhin auf 100 Gramm ganze 38 Milligramm Vitamin C mit, andere Mineralstoffe sind in dem roten Nachtschattengewächs allerdings Mangelware. Spitzenreiter in Sachen Vitamingehalt sind lediglich Chicorée, Radicchio und Endiviensalat

Salat am besten ganz frisch genießen

Sieht die Vitaminbilanz der vermeintlich gesunden Salatzutaten schon im Rohzustand nicht sonderlich rosig aus, kommt es nach der Zubereitung noch dicker. Dabei geht nämlich ein Großteil der ohnehin spärlichen Vitamine flöten – allein das Abspülen der Salatblätter wäscht die wichtigen Vitamine in den Abfluss. Wer dann noch den zubereiteten Salat längere Zeit stehen lässt, macht damit noch mehr Vitamine zunichte, denn durch das Zerteilen der Salatblätter gehen Vitamine ebenso verloren wie durch den Salzgehalt im Dressing. Am gesündesten ist es deshalb, den Salat nicht zu ausgiebig zu waschen und ihn nach dem Zubereiten möglichst schnell aufzuessen.

VIDEO: Wajos - Bunter Chicoreesalat mit roten Weinbergpfirsichen und Ziegenkase

Für die schlanke Linie ist Blattsalat allerdings tatsächlich keine falsche Wahl – vorausgesetzt, er wird vor dem Verzehr nicht in übermäßig viel Dressing ertränkt. Auch für das Sättigungsgefühl ist Salat prima. Lange hält das Gefühl eines vollen Magens jedoch nicht an, da die Magensäfte das Grünzeug schnell zersetzen und sich schnell wieder Hunger einstellt.

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