Von news.de-Redakteurin - 05.06.2018, 15.03 Uhr

Mythos oder Wahrheit?: Werden Erkältungen von Kälte ausgelöst?

Das freundliche Frühlingswetter treibt derzeit die ersten Sonnenanbeter in luftiger Kleidung nach draußen. Oftmals genügt es schon, die Temperaturen zu unterschätzen, um sich eine Erkältung einzufangen. Schließlich ist doch bekannt, dass Kälte einen grippalen Infekt auslösen kann – oder ist das nur ein Mythos?

Hust, schnief, keuch: Wenn es draußen kalt ist, kommen Erkältungen von ganz allein - so der weitverbreitete Glaube. Bild: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Frühlingsfans allerorten frohlocken, wenn die Sonne erste warme Strahlen schickt, es grünt und blüht, höchste Zeit also, den Wintermantel gegen ein luftiges Frühlingsoutfit einzutauschen! Das Resultat der leichten Bekleidung bei weniger als sommerlichen Temperaturen ist allerdings oft eine laufende Nase, lästiger Husten und ein Kratzen im Hals – die klassische Erkältung eben. Ist also doch etwas Wahres dran an der Behauptung, Erkältungen würden durch Kälte ausgelöst?

Erkältung durch Kälte? So entsteht sie wirklich

Auch wenn "Kälte" und "Erkältung" ähnlich klingen – nur durch kühle Temperaturen fängt sich niemand einen Infekt ein. Zwar hält sich immer noch hartnäckig der Glaube, kalte Füße oder Zugluft würden Erkältungen auslösen. Tatsächlich sind aber Viren für die Entzündung der oberen Atemwege verantwortlich, die sich dann in dem bekannten Mix aus Schnupfen, Husten und Halsschmerzen zeigen.

Ein Fünkchen Wahrheit enthält der weitverbreitete Mythos jedoch: Kälte kann Erkältungen tatsächlich begünstigen. Wer sich lange Zeit in kalten Umgebungen aufhält, setzt sein Immunsystem höheren Anforderungen aus – werden die körpereigenen Abwehrkräfte zu sehr strapaziert, haben Erkältungserreger leichteres Spiel. Außerdem trocknet kalte Luft die Schleimhäute der oberen Atemwege stärker aus, weshalb die Anfälligkeit für Infektionen bei Kälte steigt.

Warum werden bei Kälte mehr Menschen krank?

Nicht von der Hand zu weisen ist außerdem die Tatsache, dass in der kalten Jahreszeit mehr Menschen an Erkältungen leiden als bei sommerlichen Temperaturen. Das liegt vor allem daran, dass man sich bei nieselig-kaltem Wetter vermehrt in geschlossenen, unzureichend gelüfteten Räumen aufhält. Ist einer der Mitmenschen auf engstem Raum bereits erkältet, können sich die Erreger besonders leicht verbreiten.

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fro/news.de

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