Surftipp der Woche: Winterblues oder Burnout: Wie ausgebrannt sind Sie?

Der Winter hat viele Menschen auch körperlich voll im Griff. Sie fühlen sich schlapp und ausgelaugt, vielleicht sogar ausgebrannt. Nur selten steckt ein Burnout dahinter. Wer dennoch auf Nummer sicher gehen will, kann sich im Internet derzeit einem wissenschaftlichen Test unterziehen.

Es ist die Modekrankheit der Postmoderne: das Burnout. Studien sprechen von steigenden Zahlen Betroffener. Krankenkassen schlagen Alarm, weil viele Deutsche viel zu gestresst seien. Tatsächlich leidet aber nur ein Bruchteil an einer ernsthaften psychischen Störung. Oft werden vermeintliche Symptome wie Schlaflosigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Rückenschmerzen oder Angstzustände falsch zugeordnet.

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Nur Winterdepression oder doch schon Burnout?

So warnen Psychologen mittlerweile sogar davor, sich einen Burnout einreden und dann mit fragwürdigen und meist teuren Methoden therapieren zu lassen. Gerade jetzt im Winter, wenn die Tage trüb und grau sind, die Menschen sich müde und schlapp fühlen, sind viele empfänglich dafür. Doch eine Winterdepression ist noch lange kein Burnout.

So sind von dem Viertel bis Drittel der Bevölkerung, das sich laut Schätzungen ausgebrannt fühlt, in Wirklichkeit nur wenige betroffen. Doch welche Symptome sind ernstzunehmende Warnsignale? Nur allzu oft ziehen Erkrankte erst dann die Reißleine, wenn es schon zu spät ist. Genau hier will ein neuer Test der Ruhr-Universität Bochum ansetzen.

FOTOS: Burnout Ausgebrannte Promis

Wissenschaftlicher Burnout-Test - kostenlos und anonym

Dieser fokussiert nicht auf die Diagnose von Burnout, sondern soll als «Frühwarninstrument» fungieren, wie es auf der Homepage zum Test heißt. Anwender sollen mithilfe eines ausführlichen Fragebogens erkennen können, ob sie auf ein mögliches Burnout zusteuern. 112 Fragen haben Forscher zu diesem Zweck entwickelt, die sich auf den persönlichen Umgang mit Stress beziehen.

Arbeitnehmer können an dem Test, der laut Universitätsangaben etwa 20 Minuten in Anspruch nimmt, bis zum 15. Februar kostenfrei teilnehmen und so ihr eigenes Burnout-Risiko ermitteln. Natürlich sollten die Fragen - auf einer sechsfach gestuften Skala von «trifft voll zu» bis «trifft überhaupt nicht zu» - wahrheitsgemäß beantwortet werden. Ein individuelles Ergebnisprofil weist im Anschluss die eigene Risikoausprägung aus. Die Teilnahme kann anonym erfolgen.

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loc/news.de

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