Partydrogen Schlucken, bis der Arzt kommt

Top 20
Die gefährlichsten Drogen der Welt

Andreas SchloderVon news.de-Redakteur
Endlich Wochenende - und abtanzen, bis der Morgen graut. Dabei greifen immer mehr Partywütige zu Drogen, um durchzuhalten, wie eine aktuelle Umfrage zeigt: Demnach hat jeder Fünfte schon zu Crystal, Ecstasy oder ähnlichen Aufputschmitteln gegriffen.

Die Schlagzeilen sind voll damit: Jugendliche oder junge Erwachsene, die die Nebenwirkungen von Partydrogen unterschätzen. Und ein Leben lang unter den Folgen leiden müssen. Abschreckendstes Beispiel sind drei Krefelder Jungen im Alter zwischen 19 und 22 Jahren, die durch Ecstasy und Co. ihr Herz kaputt machten.

Obwohl bekannt ist, dass Drogen gefährlich sind und abhängig machen, sind sie besonders für junge Leute reizvoll. Doch wie begehrt sie sind, hat die repräsentative und aktuelle Umfrage im Auftrag der Apotheken Umschau beängstigend gezeigt: Demnach gibt knapp jeder Fünfte (18 Prozent) im Alter zwischen 20 und 29 Jahren zu, schon einmal Ecstasy, Crystal oder Ähnliches eingenommen zu haben. Das ist deutlich mehr als der Durchschnitt der Bevölkerung (7 Prozent). Noch schlimmer: Etwa jeder Fünfzehnte zwischen 14 und 29 Jahren (7 Prozent) greift öfter auf Aufputschmittel zurück, um nachts auch mal länger feiern zu können.

Crystal Meth
Der Stoff, aus dem Albträume sind

Dass sie dabei etwas Gefährliches rauchen, schniefen oder schlucken, sehen die jungen Leute offenbar locker beziehungsweise verkennen die Tatsachen: Fast jeder Vierte zwischen 20 und 39 Jahren sieht Haschisch und Marihuana als harmlos an - jeder elfte Teenager (9 Prozent) hält Kokain für unbedenklich. Zudem genehmigt sich ein Viertel der 14- bis 29-Jährigen der Umfrage zufolge des Öfteren spezielle Energy-Drinks oder Vitaminpräparate, um im Alltag fit und leistungsfähig zu bleiben. Für die Umfrage wurden 1918 Männern und Frauen ab 14 Jahren angesprochen.

Gerade die zunehmende Zahl der Amphetamin-Konsumenten treibt Präventionsexperten die Sorgenfalten auf die Stirn: Demnach gibt es innerhalb von zwei Jahren einen Anstieg der Erstbehandlungen um fünf auf 15 Prozent. Darüber hinaus nehmen neue synthetische Drogen an Bedeutung zu. «Die Schwierigkeit besteht darin, anhand sachlicher Informationen die gesundheitlichen Auswirkungen und Risiken neuer Substanzen einzuschätzen», so Dr. Tim Pfeiffer-Gerschel, Leiter der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht anlässlich des vorgestellten Jahresberichts für Drogenmissbrauch im vergangenen November.

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boi/news.de

Leserkommentare (4) Jetzt Artikel kommentieren
  • Marcus Kitzmann
  • Kommentar 4
  • 16.07.2013 10:40

Ich denke das, viele Jungentliche auf alternative Drogen ausweichen weil sie den Alkoholrausch nicht mögen. Denn auf diesen Veranstaltungen wird so weit ich weiß fast nur Wasser getrunken. Das Problem ist das viele Jugendliche nicht ihre Grenzen kennen, und es dann übertreiben. Dennoch sollte man mehr auf dieses Thema eingehen. Mfg Marcus

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  • Jan
  • Kommentar 3
  • 09.02.2013 18:17

Das mindestens jeder 3te Partygänger und unter 18 jährige sich mit einer Droge abschießt, die ursprüngl. aus vergammelten Früchten gewonnenen wurde. Ethanol. Aggressionen, Selbstübersschätzung, Dehydration, Leber + Organschäden, an Erbrochenem ersticken sind die Folge. Bestimmt hat mindestens jeder 2te diese Substanz mindestens einmal genommen! Und das trotz des Abhängigkeitspotenzials (oder um es im Artikel-Jargon auszudrücken: "Alkohol macht sofort abhängig") Die Medien sollten das tun was die Regierung nicht schafft: Objektiv aufklären. Drugchecking statt Streckmitteltote!

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  • Jan
  • Kommentar 2
  • 09.02.2013 18:10

Einzig das Alter der Konsumenten ist die erschreckende Tatsache. Es wird hier ein Bild von einem jugendlichen Drogenkonsumenten geschaffen, der nur lange feiern und spaß haben kann, wenn er konsumiert "nachts auch mal länger feiern zu können." "Dass sie dabei etwas Gefährliches rauchen, schniefen oder schlucken, sehen die jungen Leute offenbar locker beziehungsweise verkennen die Tatsachen". Der Artikel verfolgt die Masche "Es gibt kein Recht auf Rausch" (zit.Karin Maag von der CDU/CSU). Anstatt sich Objektiv über die Drogen zu informieren, wird polarisiert.

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