Hoher Salzkonsum Eine Prise für den Schlaganfall

Keine Frage: Ohne Salz fehlt die gewisse Prise. Doch die Deutschen übertreiben es mit ihrem Verbrauch. Sie konsumieren fast dreimal so viel Salz wie empfohlen ist. Und viele wissen das nicht einmal, da sich die Kristalle in vielen Lebensmitteln verstecken. Das kann auf Dauer der Gesundheit schaden.

Jodhaltige Ernährung: Salzen Sie sich gesund

Kennen Sie jemanden, der zum Salzstreuer greift, ohne vorher von der Mahlzeit probiert zu haben? Oder sind Sie es vielleicht selbst? In Deutschland ist das ein weit verbreitetes Phänomen. Die Deutschen versalzen sich quasi nicht nur ihr Essen, sondern auch ihr Leben.

Zweifelsfrei braucht unser Körper die Bestandteile von Kochsalz. Denn Natrium und Chlorid regulieren den Wassergehalt im Körper, sorgen für die richtige Gewebespannung und sind dafür verantwortlich, dass die Reizleitungen in Nerven und Muskeln intakt bleiben.

Doch die Bundesbürger meinen es zu gut mit dem Salz: Im Durchschnitt nimmt jeder täglich zehn Gramm zu sich. Der eigentliche Bedarf an Kochsalz liegt nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga bei drei Gramm pro Tag.

Bis zu sechs Gramm Salz am Tag sind erlaubt

Die dreifache Dosis bleibt nicht ohne Folgen: Die hohe Konzentration treibt den Blutdruck in die Höhe - das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, steigt. So werden in Deutschland jährlich rund 200.000 Schlaganfälle vermeldet, 90.000 davon enden tödlich. In 40 Prozent aller Fälle ist Bluthochdruck dafür verantwortlich. Deshalb plädiert die Hochdruckliga - wie andere Fachgesellschaften - dafür, den Salzverbrauch deutlich einzudämmen. Fünf bis sechs Gramm seien das Höchstmaß des Erlaubten.

Wie gesund sich eine Reduzierung auswirken kann, zeigt eine Studie aus den USA. Würden pro Tag drei Gramm weniger Salz konsumiert, so würde dies 99.000 Herzinfarkte und 32.000 Schlaganfälle verhindern - und neben Leid auch noch Kosten von mindestens 10 Milliarden Dollar ersparen. Zudem müssten Mediziner weniger blutdrucksenkende Medikamente verschreiben.

Das Problem: Den Salzkonsum zu reduzieren, ist gar nicht so einfach. Denn rund 80 Prozent der täglich zugeführten Menge stecken in industriell verarbeiteten Lebensmitteln. Beispiel: Wer zum Frühstück zwei Scheiben Vollkornbrot mit Käse isst, nimmt schon zwei Gramm Salz zu sich - das Limit ist also schnell erreicht.

Auf die Kraft der Kräuter setzen

Um gesünder zu leben, sollte im ersten Schritt das Auge für die Salzfallen geschult werden. Die Salzmengen (auch: Natriummengen) sind mittlerweile auf fast jeder Inhaltstabelle der Packungen zu lesen. Allerdings muss der Verbraucher beim Einkaufen genau hinschauen. Bei Fertigprodukten ist das sogar besonders wichtig.

Im zweiten Schritt sollte man beim Würzen auf Kräuter statt auf Salz setzen. Sie heben nicht nur den Geschmack – sie sind auch gesundheitsfördernd. So helfen Gewürze wie Anis, Kümmel, Fenchel, Koriander und Majoran bei Blähungen. Basilikum, Chili und Knoblauch bringen Verdauung in Schwung.

Wer nicht auf den salzigen Geschmack verzichten will, für den ist Liebstöckel ein Geheimtipp. Denn die im Volksmund als Maggikraut bekannte Pflanze ähnelt im Geschmack sehr dem Sellerie und bietet eine pikante Note.

Wer dennoch Salz zum Würzen braucht, sollte die richtigen Kristalle verwenden. Da viele Bundesbürger mit Jod unterversorgt sind, sollte das Salz mit dem Spurenelement versehen sein. Auch Fluorid als Zusatz wäre sinnvoll, denn es stärkt die Zähne und beugt Karies vor. Enthält das Salz zudem Folsäure, unterstützt es die Zellbildung. Davon profitieren Schwangere und ihre ungeborenen Kinder besonders.

Speisesalze wie Fleur de Sel oder Himalaya-Salz schmecken und duften zwar besser, sind aber nicht gesünder. Sie haben genau so viel Jod wie normales Kochsalz, reißen aber ein größeres Loch in den Geldbeutel.

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ham/news.de

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Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Michel1966
  • Kommentar 3
  • 11.12.2012 22:56

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/kariesschutz-fluorid-schuetzt-anders-als-gedacht-a-735237.html --- oder hier http://www.jodkritik.de/

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  • Michel1966
  • Kommentar 2
  • 11.12.2012 22:42

Sehr geehrter Herr Andreas Schloder, liebe NEWS.de Redaktion. Bitte recherchiert doch BEVOR ihr solche Artikel in die Welt setzt und falsches in Umlauf bringt. Jod und Fluorid sind schädlich. Kennt ihr das Zeichen mit dem schwarzen Kreuz auf orangenem Untergrund? Schaut mal hier: http://aktivwellness-magazin.de/gesundheit/medizin-wissenschaft/206-jod-gefahren.html --- oder hier --- http://www.zentrum-der-gesundheit.de/fluorid.html das sind nur zwei von hunderten Seiten auf denen man nachlesen kann, wie der Bürger verdummt wird. Bitte schaut selbst mal im Internet auf seriösen Seiten nach.

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  • fischlein
  • Kommentar 1
  • 10.12.2012 22:51

nein,ich mag es nicht salzig.Andere Studien hätten es anders belegt,das zu viel Salz für Herzinfarkt und Schlaganfall zu ständig sind.Was ist nun richtig?Die Industrie muss endlich mal ins Gebet genommen werden.Viele Lebensmittel werden ordentlich gesalzen,um das Gewicht zu erhöhen,da Salz bekanntlich Wasser anzieht.

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